Viele Ausfälle auch beim Spiel in Hamburg

Schalke droht das Mittelmaß

Die Liste der Ausfälle ist beim FC Schalke 04 in den vergangenen Wochen immer länger geworden. Auch vor dem letzten Bundesligaspiel des Jahres heute (20 Uhr) beim Hamburger SV muss Trainer Markus Weinzierl auf zahlreiche Stammkräfte verzichten.

GELSENKIRCHEN

20.12.2016, 15:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem FC Schalke 04 und dem SC Freiburg.

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem FC Schalke 04 und dem SC Freiburg.

Neben Naldo (Sperre) und Matija Nastasic (Adduktorenverletzung) werden im hohen Norden auch die vier Stürmer fehlen, die schon gegen den SC Freiburg schmerzlich vermisst wurden. Dass Breel Embolo, Franco Di Santo und Klaas-Jan Huntelaar fehlen würden, war bereits klar. Doch auch die Hoffnung, dass wenigstens Eric Maxim Choupo-Moting (Infekt) zur Verfügung stehen könnte, erfüllten sich nicht. Dass sich Nachwuchs-Stürmer Fabian Reese mit Wadenproblemen herumplagt, passt ins triste Personaltableau.

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Deshalb ist Weinzierl auch beim HSV gezwungen, kräftig in der Offensive zu improvisieren. Sollte Reese ausfallen, könnte Donis Avdijaj den Platz neben Yevhen Konoplyanka einnehmen. Auch Max Meyer und Bernard Tekpetey könnten in vorderster Front stürmen. Manager Christian Heidel gibt allerdings zu bedenken, dass die Körpergröße „durchaus ein wichtiges Kriterium“ ist. Doch Avdijaj (1,72 m ), Meyer (1,73 m) oder Tekpetey (1,72 m) haben aufgrund ihrer Körpergröße im Strafraum gravierende Nachteile in Sachen Kopfballspiel.

Heidel bleibt optimistisch

Trotzdem muss Schalke in Hamburg unbedingt punkten, um nicht gänzlich im tristen Tabellenmittelfeld zu versinken. Momentan ist der Abstand zum Relegationsplatz (sechs Punkte) kleiner als zu einem Europa-League-Rang (acht Zähler). Doch Heidel bleibt optimistisch: „Ich habe ein gutes Gefühl, weil alle mitziehen.“

Allerdings wird großer Einsatz allein nicht reichen, um in der Tabelle Plätze gut zu machen. Schalke fehlte es zuletzt besonders an Spielwitz und Kreativität, um massiv verteidigende Gegner in Schwierigkeiten zu bringen. Nach dem vierten Pflichtspiel in Serie ohne Sieg kommt dem Stellenwert des HSV-Spiels besondere Bedeutung zu. „Wir wollen nicht mit 18 Punkten in die Winterpause gehen,“ betonte Heidel.

"Alles raushauen" 

Weinzierl erwartet, „dass meine Mannschaft noch einmal alles raushaut, damit wir drei Punkte mitnehmen können.“ Die Gastgeber, die in den ersten zwölf Saisonspielen ohne Sieg blieben, konnten die „Rote Laterne“ durch acht Punkte aus den vergangenen fünf Partien abgeben. „In Hamburg müssen wir konsequenter vor dem Tor sein. Der letzte Ball, die letzte Konsequenz werden entscheidend sein“, glaubt Kapitän Benedikt Höwedes. Eins ist jetzt schon klar: Schalke steht unter Druck.

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