Wagner spürt Gier auf nächsten Schalker Sieg

Schalke 04

Beim Aufsteiger SC Paderborn will Schalke 04 am Sonntag (18 Uhr) den ersten Auswärtssieg in dieser Saison landen. Die personellen Voraussetzungen sind gut.

Gelsenkirchen

, 13.09.2019, 17:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wagner spürt Gier auf nächsten Schalker Sieg

So jubelten die Schalker Spiel nach dem ersten Saisonsieg gegen Hertha BSC. In Paderborn soll der zweite Erfolg folgen. © dpa

Ganz schön selbstbewusst. „Wenn bis Sonntag niemand mehr erkrankt, wird die Startelf die gleiche sein, die auch in Wolfsburg aufgelaufen ist“, verriet Paderborns Trainer Steffen Baumgart bereits am Freitag vor dem Heimspiel gegen Schalke 04 (Sonntag 18 Uhr, Sky) seine Personalpläne. Das ist in der Bundesliga ungewöhnlich. Meistens wird ein großes Geheimnis von den Trainern darum gemacht, wer spielen wird. Das scheint beim Paderborner Coach anders zu sein.



Bei David Wagner gab es vor dieser Partie die in der Branche übliche verbale Zurückhaltung, als Fragen zur Aufstellung kamen. Dies war am Freitag aber auch der Tatsache geschuldet, dass Wagner enorm viel Auswahl zur Verfügung hat. Denn bis auf den verletzten Benito Raman hat der 47-Jährige in allen Mannschaftsteilen enorm viele Variationsmöglichkeiten. 22 Feldspieler hatte er beim Training am Freitag zur Verfügung.


Wach und gierig



„Wir hatten eine richtig gute Woche. Die Grundstimmung ist so, dass keiner Lust hat, bis Sonntag zu warten“, bilanzierte Wagner erfreut. Seine Spieler seien alle gierig und wach.



Dies gilt vor allem für Mark Uth, der auf sein Comeback brennt. „Ich habe gesagt, dass ich gern im Zentrum spiele und mich auf dem Flügel nicht so wohl fühle“, erklärte Uth gegenüber RTL. „Ob ich jetzt vorne als Mittelstürmer, auf der Zehn in einer anderen Rolle spiele, ist für mich nicht ganz so entscheidend. Hauptsache im Zentrum“, betonte der Angreifer.



Von Rotation überzeugt sein


Dass es nach 14 Liga-Toren für Hoffenheim in der Saison 2017/18 in seinem ersten Jahr auf Schalke mit dem Toreschießen nicht so richtig klappen wollte (nur zwei Treffer in der Bundesliga), machte Uth an den veränderten Bedingungen bei den Königsblauen fest: „Wir haben hier einen anderen Fußball gespielt als in Hoffenheim. Ein bisschen defensiver – und das lag mir einfach nicht ganz so gut“, sagte Uth.



In den bisherigen Pflichtspielen gab es kaum personelle Veränderungen in der Schalker Startelf. Ob das diesmal in Paderborn anders wird? Wagner betonte: „Ich werde nicht rotieren, nur, weil ich rotieren soll. Wenn sich genügend Optionen anbieten und wir dann damit Erfolg haben können, dann rotiere ich. Aber nicht, um Spieler zufrieden zu stellen. Wir müssen davon überzeugt sein. Das war zuletzt so und das wird auch so bleiben“.



Zahl der intensiven Läufe hat sich erhöht


War die Schalker Mannschaft in der vergangenen Saison bei der Laufleistung auf dem letzten Platz in der Bundesliga zu finden, so stehen die Königsblauen nun unter den besten fünf Teams. Das sollte man nach drei Spieltagen zwar noch nicht überbewerten, aber für Wagner ist ohnehin etwas anderes entscheidend. „Die Zahl der intensiven Läufe hat sich erhöht. Das ist für mich noch wichtiger“, so der 47-Jährige, der den Gegner zu dessen Zweitligazeiten in der vergangenen Saison zweimal live in Spielen beobachtete.



„Paderborn hat eine offensive Spielweise, die von vielen Umschaltmomenten geprägt ist“, verrät Wagner, der von einer ganz interessanten Aufgabe spricht, „bei der wir sehr gute eigene Ballbesitzphasen haben müssen“. Zudem sei das Gegenpressing ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg.


Miranda braucht noch Zeit



Der kürzlich ausgeliehene Juan Miranda dürfte für einen Kaderplatz noch nicht infrage kommen. Wagner: „Als jüngster Spieler der U21 Nationalmannschaft Spaniens hat er im zweiten Spiel 90 Minuten gespielt. Allein dieser Umstand zeigt, dass er sehr talentiert ist. Jetzt geht es erst einmal darum, ihm Schalke und die Abläufe zu zeigen und ein Nest anzubieten, in dem er sich wohlfühlt“.