Wie in jeder Transferperiode haben Schalke im Sommer 2019 eine Reihe von Spielern verlassen oder sind ausgeliehen worden. Wie sind Rudy und Co. bei ihren neuen Vereinen klargekommen?

Gelsenkirchen

, 14.11.2019, 18:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Von den Spielern, die Schalke nach dem Ende der Saison 2018/2019 verließen, beendete Sascha Riether seine aktive Laufbahn und arbeitet aber weiterhin für die Königsblauen als Lizenzspiel-Koordinator.



Drei Spieler wurden verkauft, nämlich Breel Embolo, Yevhen Konopylanka und Benjamin Goller. Dabei hat sich der Wechsel von Embolo zu Borussia Mönchengladbach für die Ablösesummen von zehn Millionen Euro bisher am meisten ausgezahlt. Zwar machte dem bulligen Stürmer zuletzt ein Muskelfaserriss zu schaffen, aber drei Tore und ein Assist bei bisher neun Liga-Einsätzen können sich sehen lassen. Als Tabellenführer ist Mönchengladbach aktuell die positive Überraschung der Saison. Auch daran hat Embolo seinen Anteil.


Konoplyanka ist beflügelt


Auch für Yevhen Konoplyanka hat sich der Wechsel zu Schachtar Donezk gelohnt. Mit dem ukrainischen Klub steht er an der Tabellenspitze, spielt regelmäßig und bekommt auch internationale Einsätze in der Champions League. Nach drei eher unbefriedigenden Jahren auf Schalke hat der 30-Jährige nun offenbar eine sportliche Umgebung gefunden, die ihn beflügelt.



Das gilt auch für den ablösefrei zu Werder Bremen gewechselten Benjamin Goller. Bereits in der Vorbereitung machte der 20-Jährige in Bremen auf sich aufmerksam, ehe ihn eine Muskelverletzung für fünf Wochen stoppte. Weil es anschließend auch viele Kollegen erwischte, bekam er dennoch sehr schnell seine Bundesliga-Chance. Am vierten Spieltag feierte Benjamin Goller beim 2:1-Sieg gegen Union Berlin seine Premiere. Eine Woche später stand er dann gegen RB Leipzig (0:3) völlig überraschend in der Startelf und spielte sogar durch. Mittlerweile hat Goller schon sechs Bundesligaeinsätze hinter sich.



Rudy will nicht zu Schalke zurück


Von den ausgeliehenen Spielern hat sich die Rückkehr von Sebastian Rudy zu 1899 Hoffenheim bisher bezahlt gemacht. Während er in Schalke nur ein blasser Mitläufer war, ist der Nationalspieler im Kraichgau eine Stammkraft, die bisher in allen elf Bundesligapartien zum Einsatz kam. Deshalb hat Rudy auch schon angekündigt, auf keinen Fall nach dem Ende seiner Leihe (30. Juni 2021) zum FC Schalke 04 zurückzukehren, wo er noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022 besitzt.



Nach dem Leihende auf Schalke stand Jeffrey Bruma beim VfL Wolfsburg lange auf dem Abstellgleis. Doch der Verteidiger ließ sich im Training nicht hängen, seine Geduld zahlte sich aus. In den vergangenen Partien kam der Verteidiger seit Oktober wieder regelmäßig zum Einsatz. Im Sommer wollten die „Wölfe“ den Defensivspezialisten am liebsten verkaufen, nun ist davon keine Rede mehr.



Fährmann ohne regelmäßige Spielpraxis


Zum Aufstieg des SC Paderborn hatte der vom FC Schalke ausgeliehene Bernard Tekpetey starke zehn Tore und sechs Assists beigesteuert, doch diese Offensivqualitäten hat der nun nach Düsseldorf verliehene Stürmer bisher noch nicht gezeigt. Zwar ließ er in der Vorbereitung des Öfteren sein Können in Testspielen aufblitzen, danach aber enttäuschte Tekpetey im Spiel gegen Mainz, rannte sich häufig fest und ließ jegliche Torgefährlichkeit vermissen. Insgesamt kam er in dieser Bundesliga-Saison bisher auf fünf Einsätze, nur in Berlin spielte er durch.



Auch die Ausleihe von Ralf Fährmann zu Norwich City hat sich bisher nicht ausgezahlt. Der Torhüter kam - auch aus Verletzungsgründen - bisher kaum zum Einsatz. Der ausgeliehene Hamza Mendyl kommt zwar beim FC Dijon regelmäßig zum Einsatz, steckt aber bei seinem neuen Klub im Abstiegskampf. Das gilt auch für Cedric Teuchert in der 2. Liga mit Hannover 96.

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