Wiedersehen mit dem letzten "Eurofighter"

Schalke in Stuttgart

GELSENKIRCHEN. Wenn der FC Schalke 04 am Samstag beim VfB Stuttgart antritt, gibt es ein Wiedersehen mit dem „letzten Eurofighter.“ Gemeint ist natürlich Jens Lehmann.

von Von Frank Leszinski

, 14.10.2009, 18:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der letzte noch aktive Euro-Fighter: Jens Lehmann (Mitte).

Der letzte noch aktive Euro-Fighter: Jens Lehmann (Mitte).

Ich bin meiner Vorbildfunktion nicht nachgekommen.“ Als Vorbild galt Jens Lehmann viele Jahre auch für Manuel Neuer, der den UEFA-Cup-Triumph als Fan in der Nordkurve erlebte. Mittlerweile hat sich der Schalker Torhüter mit herausragenden Leistungen so stark in den Vordergrund gespielt, dass er seinen eigenen Weg geht und Lehmann nicht mehr für das sportliche Maß aller Dinge hält. Neuer: „Er war damals auf Schalke, und ich habe ihm oft im Stadion zugesehen. Ich habe ihn für seine Athletik immer bewundert. Außerdem fand ich den Umgang mit seinen Mitspielern toll. Damals habe ich mir das ein oder andere von ihm abgeguckt. Doch jetzt bin ich selbst Bundesliga-Torwart und brauche daher kein Vorbild mehr.“ Vergleicht man den bisherigen Saisonverlauf, hat Neuer sein früheres Idol sportlich überholt. Neuer hat erst fünf Gegentore in bisher acht Meisterschaftsspielen kassiert, bei Lehmann waren es sogar schon zwölf.

Deshalb ist der VfB Stuttgart als Tabellen-Dreizehnter nur graues Bundesliga-Mittelmaß. VfB-Manager Horst Heldt hat deshalb sogar mit dem Rausschmiss einiger Spieler gedroht. Schalke-Trainer Magath kann sich keinen Reim auf den Saisonverlauf der Stuttgarter machen: „Das ist von außen schwer einzuschätzen. Dass Stuttgart unter Druck steht, muss für uns kein Vorteil sein.“ Mit dem genesenen Mineiro hat Magath eine Alternative fürs Mittelfeld. Denkbar, dass einer von den bisher stark spielenden Youngstern wie Schmitz oder Moritz eine Pause gönnt. Für Moritz kein Problem: „Wenn ich nicht dabei bin, werde ich im Training noch mehr Gas geben.“

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