Abgestelltes Unfallfahrzeug führt zu Feuerwehr-Großeinsatz: Das erwartet die Abschlepper

mlzUnfall

Ein an der Straße abgestelltes Unfallfahrzeug hat an der B 58 einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Fünf Stunden nach dem Unfall! Das erwartet nun die Abschlepper.

Schermbeck

, 31.05.2019, 14:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Um 11 Uhr musste am Donnerstag ein 63-jähriger Schermbecker auf der Freudenbergstraße einem Tier und fuhr gegen einen Baum gefahren. Das Auto landete in einem Feld, der Fahrer musste verletzt ins Krankenhaus.

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Die Bergung des Fahrzeugs sollte von privater Seite organisiert werden. Ein Traktor zog das Auto an den Straßenrand, von dort sollte ein Abschleppunternehmen es zu einer Werkstatt bringen. Vorbeifahrende Autofahrer sahen allerdings das stark beschädigte Auto am Nachmittag gegen 16 Uhr an der Straße stehen und dachten, der Unfall sei erst gerade passiert. Ihr Notruf löste einen Großeinsatz der Löschzüge Schermbeck und Altschermbeck sowie der Rettungsdienste aus Schermbeck und Wesel aus.

Die Einsatzleitstelle wisse natürlich, wenn es bereits Stunden vorher einen Unfall gegeben habe, sagt Polizeisprecher Timm Wandel auf Anfrage. Doch manchmal werde die Örtlichkeit nicht korrekt von den Anrufenden angegeben oder andere Schilderungen deckten sich nicht mit den vorherigen Unfällen, sodass im Zweifel immer gelte: „Lieber ein Einsatz zu viel als zu wenig.“

„Ärgerlich“

„Ärgerlich“, das sagt aber auch Wandel, sei der zweite Einsatz ohne wirklichen Unfall für die ehrenamtlichen Kräfte der Feuerwehr. Was die Fragen aufwirft, ob der Einsatz zu verhindern gewesen wäre, beziehungsweise, was nun die Abschlepper erwartet, die das Fahrzeug neben die Straße gestellt hatten.

Letztere Frage schien nicht so einfach zu beantworten sein. Denn Wandel erkundigte sich beim zuständigen Verkehrssachbearbeiter. Hätte das Fahrzeug auf der Straße gestanden, so Wandel anschließend, hätte es zur Gefahrenabwehr abgesichert sein müssen mit einem Warndreieck.

Sicherung der Unfallstelle wäre „cleverer gewesen“

Eine solche oder andere Sicherung, die Vorbeifahrenden signalisiert hätte, dass es sich nicht um einen „frischen“ Unfall handelte, wäre laut Wandel „cleverer gewesen“. Doch rechtlich verpflichtet seien die Betreffenden nicht gewesen, da das Fahrzeug etwa einen halben Meter von der Straße entfernt auf dem Grünstreifen stand. Seitens der Polizei wird dies also nicht geahndet.

Eine Ordnungswidrigkeit könne theoretisch höchstens noch vorgelegen haben, da an Bundesstraßen keine Autos geparkt werden dürfen, oder wenn Betriebsmittel ins Erdreich und Grundwasser gelaufen wären, sagt Wandel. Aber schließlich habe es sich auch um eine Notsituation, auch eine „Stresssituation“ gehandelt, wirbt Wandel um Verständnis.

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