Abiturientin Marlen Wirtz möchte Menschen in Südafrika helfen

Freiwilligendienst

Die Schermbecker Gesamtschülerin Marlen Wirtz startet im August zu einem Freiwilligendienst. Es geht nach Südafrika, um dort den Menschen etwas Gutes zu tun.

Schermbeck

, 26.02.2020, 17:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Marlen Wirtz nimmt nach dem Abitur an einem internationalen Freiwilligendienst in Südafrika teil.

Marlen Wirtz nimmt nach dem Abitur an einem internationalen Freiwilligendienst in Südafrika teil. © Helmut Scheffler

Derzeit ist Marlen Wirtz noch Schülerin der Gesamtschule Schermbeck. Nach dem bestandenen Abitur im Juli dieses Jahres möchte sich die 18-jährige Schermbeckerin noch nicht sofort ins Berufsleben begeben.

Informationen stimme traurig und nachdenklich

„Ich möchte sehr gerne die Zeit nutzen, mich für etwas Gutes einzusetzen“, beschreibt Marlen Wirtz ihre Pläne, „der Anlass für meine Entscheidung sind Bilder, die ich in der letzten Zeit regelmäßig in den Medien verfolge. Es ist für mich sehr schwer anzusehen, wie die Lebensbedingungen für Mensch und Tier von Leid und Benachteiligung geprägt sind. Die Informationen sowie die Gewissheit, dass das Realität ist, berühren mich sehr, stimmen mich traurig und nachdenklich.“

Marlen Wirtz hat sich fest vorgenommen, mit ihren Mitteln einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung dieser Situation zu leisten, zumal sie das Glück hatte, relativ sorgenfrei aufwachsen zu können.

Auf der Suche nach einer Möglichkeit zur Hilfe stieß sie auf die Organisation „American Field Service“ (AFS). Das ist eines der ältesten und weltweit größten Netzwerke von gemeinnützigen Austauschorganisationen für junge Menschen. AFS ist Träger der freien Jugendhilfe sowie der staatlich geförderten internationalen Freiwilligendienste.

Programm „weltwärts“ wurde 2008 ins Leben gerufen

Einer dieser Freiwilligendienste ist „weltwärts“. „Das Programm wurde 2008 vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) ins Leben gerufen und soll zur interkulturellen Verständigung und zum Austausch von Erfahrungen beitragen“, berichtet Marlen Wirtz. Die Einsatzfelder liegen unter anderem in der Bildung, in der Armutsbekämpfung und im Ressourcenschutz. „Genau diese Einsatzfelder liegen mir am Herzen“, begründet sie ihre Bewerbung für einen Freiwilligendienst.

Genauen Einsatzort erfährt sie kurz vor Abreise

Inzwischen hat Marlen Wirtz eine Zusage für den Freiwilligendienst in Südafrika erhalten. Ihren genauen Einsatzort erfährt sie erst kurz vor ihrer Abreise am 20. August 2020. Die Zuschüsse aus Bundesmitteln decken nur 75 Prozent der tatsächlichen Kosten ab und da AFS als gemeinnütziger Träger und e.V. nicht über Eigenmittel verfügt, werden alle freiwilligen Helfer gebeten, durch einen Förderkreis die restlichen 25 Prozent der Kosten aufzubringen. Das macht in diesem Fall 2500 Euro. „Meine Familie und ich sind der erste Teil des Förderkreises“, berichtet Marlen Wirtz, die sich sehr freuen würde, wenn weitere Personen diesen Förderkreis unterstützen würden.

  • „Die 100-prozentige Abdeckung der Kosten trägt nicht nur dazu bei, dass ich vor Ort helfen kann, sondern noch viel mehr, dass die Arbeit des sozialen Projektes direkt bei der Entwicklung meines Gastlandes hilft“, ermuntert Marlen Wirtz potenzielle Spendengeber. Die Spende ist steuerlich absetzbar.
  • Die Spendenbescheinigung wird automatisch im Februar des Folgejahres zugesandt. Ein Spendenkonto wurde bei der Volksbank Schermbeck für Marlen Wirtz eingerichtet (IBAN: DE 50 4006 9363 0174 0852 01; Stichwort: Weltwärts Südafrika).
  • Interessenten können Marlen Wirtz auf ihrer Instagram-Seite besuchen (marlen.weltwaerts.suedafrica). Dort werden auch regelmäßig Fotos und kurze Berichte ihres Auslandsaufenthaltes hochgeladen. Auf Wunsch werden dort auch die Förderer genannt.
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