250 Gottesdienstbesucher konnten auf dem Festplatz sitzen. Weitere feierten auf Stehplätzen mit. © Helmut Scheffler
Kiliangilde

Altschermbecker Kilianer legten am Ehrenmal einen Kranz nieder

Die Kranzniederlegung am Ehrenmal und die Schützenmesse konnte auch Corona den Altschermbecker Kilianern nicht nehmen. Die Blaskapelle „Einklang“ spielte dazu.

Die Schützenmesse und der anschließende Gang zum Ehrenmal gehören in normalen Jahren zum festen Schützenbrauchtum der Kiliangilde Altschermbeck. Auch in diesem Schützenjahr, dessen Programm durch das Coronavirus mächtig zusammenschrumpfte, ließen sich die Kilianer am Sonntag bei sonnigem Wetter die Festmesse und den Gang zum Ehrenmal nicht nehmen.

Auf dem großen Festplatz der Kilianer an der Freudenbergstraße konnten die Besucher mit dem nötigen Abstand Platz nehmen. Die 250 Stühle reichten nicht aus, sodass sich ein Teil der Besucher mit Stehplätzen zufrieden geben musste. Die von August Krayenbrink geleitete Blaskapelle „Einklang“ sorgte für die Begleitung der Messgesänge während des Gottesdienstes mit Pastor Xavier Muppala.Die Plattform eines Lkw diente als erhöhter Standort für den Altar.

Gemeinsamer Marsch zum Ehrenmal an der Alten Dorstener Straße

Nach dem Gottesdienst begleiteten Vorstandsmitglieder und Offiziere das Königspaar Bernd Becker/Ulla Bienbeck und seine beiden Ehrenpaare Werner Besten/Petra Becker und Berthold Bienbeck/Petra Besten über die Alte Dorstener Straße zum Ehrenmal.

„Die Absage unseres Schützenfestes schmerzt schon ein wenig, ist aber alternativlos“, begann Präsident Gregor Zens seine Gedenkrede am Ehrenmal. „Statt zu klagen über die Beschränkungen zum Schutz vor Infektionen sollten wir dankbar sein für die Zeit, in der wir leben, dankbar sein, dass wir in einem Land leben können wie diesem und ganz besonders an einem wunderschönen Ort wie diesem.“ Gregor Zens erinnerte an die beiden Weltkriege, in denen viele Menschen um ihr Leben fürchten mussten und nicht überlebten.

Gedenken an die verstorbenen Schützen des vergangenen Jahres

In seiner Rückschau erinnerte Gregor Zens an den im vergangenen Jahr gestorbenen Ehrenvorsitzenden Ernst-Christoph Grüter,an Grüters verstorbenen Weggefährten Klaus Schetter und an den Tod des Goldschützen Hermann Zens. Zu Ehren der verstorbenen Schützen legten zwei Offiziere der Gilde einen Kranz am Ehrenmal nieder. Mit der gemeinsam gesungenen Nationalhymne endete die Gedenkfeier.

Im nahen Hotel-Restaurant „Zur Linde“ trafen sich die Kilianer zur Mittagszeit. Dort konnte Gregor Zens den Besuchern berichten, dass sich in diesem Jahr trotz des fehlenden Festes mehr als 600 Schützen an zwei Samstagen in die Schützenlisten eintragen ließen.

Nach einem herzlichen Dankeschön an den Thron, an das Goldkönigspaar Heinz Schulze/Irmgard Hater und das Silberkönigspaar Kilian und Sandra Zens für die Bereitschaft, sich auf ein Schützenfest in Coronazeiten eingelassen zu haben, wagte Zens einen Blick in die Zukunft mit der Hoffnung, „dass wir hoffentlich bald wieder ausgelassen zusammen feiern können.“

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Freier Mitarbeiter
Im Verlauf von mehr als vier Jahrzehnten habe ich das Zusammenwachsen von acht ehemals selbstständigen Gemeinden miterlebt, die 1975 zur Großgemeinde Schermbeck zusammengefügt wurden. Damals wie heute bemühe ich mich zu zeigen, wie vielfältig das Leben in meinem Heimatort Schermbeck ist.
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Helmut Scheffler

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