Arbeiten am Wohnort können immer noch die Wenigsten

mlzPendler

956 Dorstener pendeln täglich zur Arbeit nach Schermbeck - umgekehrt sind es 831. Die neuesten Zahlen des Statistischen Landesamts zur Pendlermobilität zeigen interessante Tendenzen.

Schermbeck

, 22.10.2020, 14:24 Uhr / Lesedauer: 2 min

3951 Einpendler und 5035 Auspendler verzeichnete IT.NRW im Jahr 2019 für Schermbeck. „Innergemeindliche Pendler“ werden mit 2137 angegeben. Vergleicht man die Zahlen mit dem Vorjahr, waren diese noch etwas ausgeglichener: 4018 Einpendlern standen 4974 Auspendler gegenüber bei 2151 innergemeindlichen Pendlern.

Woher kamen die Einpendler im Jahr 2019? Vor allem aus Dorsten (956), Duisburg (413), Wesel (242), Raesfeld (204), Hünxe (168), Hamminkeln (167), Gladbeck (133), Marl (132), Bottrop (129) und Dinslaken (113).

Die meisten Einpendler in Schermbeck kommen aus Dorsten.

Die meisten Einpendler in Schermbeck kommen aus Dorsten. © IT.NRW

Die Schermbecker Pendler zog es hingegen nach Dorsten (831), Wesel (481), Essen (379), Bottrop (261), Gelsenkirchen (243), Duisburg (234), Oberhausen (190), Marl (175), Dinslaken (136) und Hünxe (136).

So verteilen sich die Auspendler aus Schermbeck auf die umliegenden Städte.

So verteilen sich die Auspendler aus Schermbeck auf die umliegenden Städte. © IT.NRW

Unterschiede bei den Pendler zeigen auch bei der Auflistung nach Geschlecht. Während bei den innergemeindlichen Pendlern die Frauen in der Mehrheit sind (1102, 51,5 Prozent), sind bei den Ein- und Auspendlern die Männer stärker vertreten. 2288 Männer (57,9 Prozent) pendeln nach Schermbeck, 2740 Männer (54,4 Prozent) aus Schermbeck in andere Kommunen.

Teilzeitstellen in Schermbeck, Vollzeit in anderen Orten

Unterschiede gibt es bei Ein- und Auspendlern auch beim Arbeitsumfang. Während die Einpendler vor allem in Teilzeit in Schermbeck beschäftigt sind (53,9 Prozent), treten 69,2 Prozent der Schermbecker Auspendler eine Vollzeitstelle an.

Jetzt lesen

Die Auspendler sind dabei zum größten Teil im Bereich Dienstleistungen tätig (72,4 Prozent). Auf das Produzierende Gewerbe (einschließlich Landwirtschaft) entfallen nur 27,6 Prozent der Auspendler. Bei den Einpendlern ist die Verteilung ausgewogener. 65,9 Prozent von ihnen arbeiten im Bereich Dienstleistungen, 34,1 Prozent im Produzierenden Gewerbe. Bei den innergemeindlichen Pendlern entfallen 68,9 Prozent auf den Bereich Dienstleistungen und 31,1 Prozent auf das Produzierende Gewerbe.

Ein- und Auspendler-Quoten

Auch erhoben wurden vom Statistischen Landesamt die Einpendler- und Auspendler-Quoten, also der Anteil an den Erwerbstätigen am Arbeitsort beziehungsweise Wohnort. Die Einpendler-Quote liegt in Schermbeck bei 64,9 Prozent, die Auspendler-Quote bei 70,2 Prozent.

Ist das viel oder wenig? Ein Blick nach NRW und in die umliegenden Gemeinden zeigt, dass Schermbeck bei der Einpendler-Quote NRW-weit auf Platz 65 von 396 Kommunen liegt. Im Kreis Wesel liegen nur Sonsbeck (15), Hünxe (21) und Alpen (30) darüber. Bei der Auspendler-Quote ist Schermbeck NRW-weit auf Platz 145 im Mittelfeld der Kommunen sowie im Kreis Wesel.

Lesen Sie jetzt