Dennis und Vroni Nappenfeld freuen sich, dass sie endlich wieder ihre Außengastronomie öffnen können. © Berthold Fehmer
Coronavirus

Außengastronomie läuft an: „Endlich geht es wieder los“

Die Außengastronomie darf seit Sonntag wieder in Schermbeck öffnen. Viele Betreiber stellte diese überraschende Entwicklung vor Probleme. Andere nutzten bereits die Gunst der Stunde.

Viele Betriebe wollen erst zum kommenden Pfingstwochenende hin ihre Außengastronomie öffnen: etwa das Ramirez, „Zur Schwarzdrossel“ oder das Haus Mühlenbrock. Anderen Gastronomen konnte es am Wochenende scheinbar nicht schnell genug gehen.

Das Café Lühlerheide am Lühlerheim vermeldete am Freitag per Facebook, dass man bereits am Samstag die Außengastronomie für Geimpfte, Genesene und Getestete öffnen wolle. Doch das war etwas voreilig: Denn im Kreis Wesel galt an dem Tag noch die Bundesnotbremse, die erst am Sonntag aufgrund der stabilen Inzidenz unter 100 aufgehoben wurde.

Bereits am Sonntag öffnete das Café Lühlerheide seinen Außenbereich.
Bereits am Sonntag öffnete das Café Lühlerheide seinen Außenbereich. © Café Lühlerheide © Café Lühlerheide

„Leider ist uns heute Nachmittag ein Fehler unterlaufen. Wir dürfen nicht, wie erst geschrieben, Samstag, sondern erst Sonntag unser Café wieder öffnen“, so die Korrektur, die seitens des Cafés Lühlerheide noch am Freitag bei Facebook erschien. Mitarbeiter Benedikt Schlamann bedauerte, dass der erste Post für etwas Verwirrung gesorgt habe.

„Mit dem Sonntag waren wir gut zufrieden“

„Mit dem Sonntag waren wir gut zufrieden. Das wurde gut angenommen“, sagt Schlamann. Doch man habe auch einigen Gästen mitteilen müssen, dass sie entweder geimpft, genesen oder getestet sein müssten.

Auch das „El Capitan“ in Gahlen, das sowohl von der nun möglichen Öffnung der Außengastronomie als auch der Öffnung für Hotels profitiert, hat seinen Biergarten am Sonntag reaktiviert. Von mittwochs bis freitags ist er ab 16 Uhr, am Wochenende ab 12 Uhr geöffnet.

„Der Getränkelieferant ist noch unterwegs“

„Endlich geht’s wieder los“, habe sie gedacht, als sie die Ankündigung von Karl-Josef Laumann zur Außengastronomie hörte, sagte Vroni Nappenfeld von Nappenfeld’s. Am Montagnachmittag bereiteten Dennis und Vroni Nappenfeld für den Abend die Öffnung ihrer Außengastronomie vor – auch wenn das Wetter bescheiden war. „Der Getränkelieferant ist noch unterwegs“, sagte Dennis Nappenfeld.

Seit Monaten bietet das Restaurant Speisen zum Abholen an. „Das hat uns über Wasser gehalten“, sagte Vroni Nappenfeld. „Wir werden das auch weiter beibehalten, weil uns ja noch keiner sagen kann, ob wir nicht doch wieder schließen müssen.“

„Wer weiß, ob wir noch ein Tablett halten können“

Ihre zwei festangestellten Kräfte hätten sie in Kurzarbeit während der Pandemie halten können, Aushilfen rekrutiere man im familiären Umfeld. „Da ist es leichter, jemanden zu reaktivieren, als wenn es Externe sind“, so Dennis Nappenfeld. Mit Stammgästen wolle man am Montagabend einen Testlauf starten: „Wer weiß, ob wir noch ein Tablett halten tragen können“, sagte er schmunzelnd. „Wir grooven uns heute ein bisschen ein.“

Freitags, samstags, sonntags und montags soll die Außengastronomie bei Nappenfeld’s ab 17 Uhr geöffnet sein. Das Paar hofft nun auf eine „Schönwetterphase“, dann wolle man vielleicht noch dienstags öffnen. Eine Garage haben sie zur Remise umgebaut, die mit Plexiglasscheiben ein wenig geschützt werden kann, wenn es zu windig wird. Frischluft gibt’s dort trotzdem reichlich.

Diese Regeln gelten bei Nappenfeld’s. © Berthold Fehmer © Berthold Fehmer

„Wir versuchen, uns an alle Regeln zu halten“, sagt Vroni Nappenfeld und man werde auch die Gäste anhalten, die Regeln zu befolgen. „Wir hatten sieben Monate Zeit, ein Öffnungskonzept zu überlegen. Wir wollen nicht die Gäste, das Personal und uns gefährden.“

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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Berthold Fehmer

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