Ausstellung zeigt die Allgegenwart von Plastik und die Folgen

Plastik

Plastik ist überall: in Tüten, Flaschen, Pflegemitteln, im Meer und in unserem Blut. Die Wanderausstellung „PlanetPlastic – Erdöl.Macht.Müll.“ zeigt ab Dienstag (5. März) die Konsequenzen.

Schermbeck

04.03.2019, 10:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Ausstellung im Evangelischen Gemeindehaus beschäftigt sich eine Woche lang mit dem Thema Plastik.

Eine Ausstellung im Evangelischen Gemeindehaus beschäftigt sich eine Woche lang mit dem Thema Plastik. © privat

Über die Verbreitung des Plastik-Mülls und der daraus hervorgehenden Gefährdung für alle Lebewesen informiert die Wanderausstellung im Evangelischen Gemeindehaus, Kempkesstege 2. Sie wurde von dem Münsteraner entwicklungspolitischen Verein VAMOS mit dem Kopernikus-Gymnasium Rheine entwickelt. Unterstützt wird sie von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit.

Die Wanderausstellung informiert und regt zum Handeln an. Fotos, Skizzen, Grafiken veranschaulichen die Problematik. Mit sechs Hör-Geschichten aus der Zukunft, einem eigens produzierten Kurzfilm von Schülerinnen und Schülern und weiteren Kurzfilmen greift sie in Untergliederungen das Thema auf: „Meere und Mikroplastik“, „Recycling – das hält ewig“, „Erdöl – ein langer Weg“, „Gesundheit – Plastik im Blut“, „Die Welt – ich und mein Plastik“.

Die Ausstellung ist Teil der kirchenkreisweiten Kampagne „Plastik – teuflisch gut“. Bis zum Herbst gibt es in den evangelischen Kirchengemeinden Projekte, Gottesdienste und Informationen zu dem Thema. Der Eintritt zur Ausstellung, die bis Dienstag (12. März) in Schermbeck zu sehen ist, ist kostenlos. Interessierte Gruppen können sich an Pfarrer Dieter Hofmann wenden.

Die Öffnungszeiten:
Dienstag (5. März) 10-12 Uhr, 15-18 Uhr
Mittwoch (6. März) 14.30-18 Uhr
Donnerstag (7. März) 10-12 Uhr, 14.30-18 Uhr
Freitag (8. März) 10-12 Uhr, 14.30-17 Uhr
Montag (11. März) 10-12 Uhr
Dienstag (12. März) 10-12 Uhr

Hintergrund: Von 1964 bis 2014 hat sich die jährliche weltweite Plastik-Produktion verzwanzigfacht. Bis 2030 soll das noch einmal passieren. Mehr als 5,25 Billionen Kunststoffteile schwimmen in den Weltmeeren. Plastikmüll findet sich überall in der Landschaft, in den Meeren – und in den Lebewesen. Plastikprodukte brauchen zwischen 2 Monaten und 600 Jahren (!), um in der Natur zu zerfallen.

Dann verschwinden die Partikel aber nicht einfach, sondern lagern sich in den Meeren, im Acker- oder Waldboden ab. Fische und Wale verenden an einem mit Plastik gefüllten Magen. Vögel verheddern sich beim Nestbau mit Plastikschnüren. Über die Nahrungskette oder die Atmung gelangen Plastikpartikel in menschliche Körper. Lösungsmittel in Plastikflaschen stehen unter dem Verdacht, sich negativ auf den Hormonhaushalt auszuwirken.

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