Café Sub Tilia schließt seine Pforten

SCHERMBECK Nach fünf Jahren ist bald Schluss: Schweren Herzens schließt Rita Gauert am 27. Januar die Pforten des Schermbecker Cafes "Sub-Tilia" in der Schermbecker Mittelstraße.

von Von Michael Klein

, 09.01.2008, 12:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

"Die Mietpreis-Vorstellungen klafften zu weit auseinander", nennt die Cafe-Pächterin als Grund, warum das Domizil "Unter der Linde" (lat.: Sub Tilia) am Anfang der Ortsmitte zumacht. "In den vergangenen Jahren habe ich beinahe ehrenamtlich gearbeitet, alle Einnahmen gingen für die Miete drauf." Nun sei der fünf-jährige Vertrag ausgelaufen, auf eine Mitminderung habe sich der Eigentümer aber nicht eingelassen: "Für zehn Euro Kaltmiete pro Quadratmeter hätte ich noch fünf Jahre weitergemacht", sagt Rita Gauert - der Vermieter verlangt in Internet-Immobilienbörsen aber mehr als 16 Euro pro Quadratmeter. "Das ist mit einem Cafe in Schermbeck nicht zu erwirtschaften, diesen Druck könnte ich nicht aushalten."

Letzte Veranstaltung

Die Ausstellung mit Bildern von Mariana Ney, die am Samstag eröffnet worden ist, ist also die letzte Veranstaltung im Sub Tilia. Mit Vorträgen, Konzerten, Lesungen hat Rita Gauert in den vergangenen Jahren das kulturelle Leben in Schermbeck bereichert. "Ich wollte einen Ort schaffen, an dem sich die Gäste wohlfühlen und entspannen können." Dazu habe sie Wert darauf, den Besuchern Speisen in hochwertiger (Bio-)Qualität anzubieten.

Für Rita Gauert will nach dem letzten Tag erst einmal "richtig Urlaub machen". Und dann sehen, wie es weitergeht. Rita Gauert würde gerne ein neues Kultur-Cafe eröffnen, dann aber lieber kaufen statt mieten."Ich habe mir schon einige Objekte in der Umgebung angesehen, aber es war nichts dabei, was so richtig passte."

Empfang zum Abschied

Zum Abschied am Sonntag, 27. Januar, wird es zwischen 11 Uhr und 14 Uhr einen Empfang geben, für alle, die als Künstler, Gast oder Mitarbeiterin zum Gelingen des Cafes beigetragen haben. Rita Gauert bittet darum, keine Mitbringsel mitzubringen, sondern lieber etwas in die bereitgestellte Spendendose zu geben. "Den Erlös übergebe ich wieder der Christoffel-Blindenmission, die für 30 Euro pro Operation an Grauen Star erkrankte Menschen in Afrika heilt."

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