Schulleiter Norbert Hohmann ist froh darüber, dass die Hygienemaßnahmen an der Gesamtschule Schermbeck bislang verhinderten, dass Infizierte das Coronavirus weitergaben. © privat
Coronavirus

Corona-Fälle an Gesamtschule: „Hygienemaßnahmen haben Zweck erfüllt“

Fünf infizierte Schüler gibt es derzeit an der Gesamtschule, 139 Schüler und sieben Lehrer sind in Quarantäne. Die Hygienemaßnahmen hätten aber ihren Zweck erfüllt, so der Schulleiter.

Norbert Hohmann ist es wichtig festzustellen, „dass die Infektionen nicht an der Schule passiert sind“. Und: „Keine der Infektionen hat sich in der Schule weiter fortgesetzt. Die Hygienemaßnahmen haben das bisher verhindert und bisher ihren Zweck erfüllt.“ Es sei zu wünschen, dass das so bliebe, so Hohmann.

Am Sonntag (8. November) waren zwei weitere Infektionsfälle, einer in der 5c und einer in der 9c, bekannt geworden, wenige Tage, nachdem die Q2 in Quarantäne geschickt wurde. Aufgrund der Vielzahl an Infektionen sei das Kreisgesundheitsamt derzeit „sehr gefordert“, so Hohmann, aber dennoch für die Schulen jederzeit ansprechbar: „Man ruft an – die sind super-engagiert.“

Nachdem Hohmann die Kontaktlisten an die zuständigen Behörden geschickt hatte, nahmen in Absprache mit dem Gesundheitsamt am Sonntag sechs Mitglieder der Schulleitung sowie vier Lehrer aus der Klassenleitung Kontakt zu den 60 betroffenen Schülern und Lehrern auf, die nun in Quarantäne sind. So sei es gelungen, in kurzer Zeit alle Betroffenen persönlich zu erreichen, so Hohmann – in Einzelfällen habe man auch mehrfach anrufen müssen. Das sei vom Gesundheitsamt mittlerweile nicht mehr zu schaffen, „weil die ungeheuer viel zu tun haben“.

„Ist mein Kind möglicherweise gefährdet?“

Erst nachdem alle Betroffenen informiert wurden, veröffentlichte Hohmann auf der Homepage ein Update, in dem über die jüngsten Corona-Fälle und deren Auswirkungen informiert wird. Die Transparenz und die Reihenfolge ist Hohmann wichtig. „Wenn nur bekannt würde, dass es Infektionen an der Gesamtschule gibt, würden alle rätseln und die Eltern sich fragen: Ist mein Kind möglicherweise gefährdet.“ Wer vor der Veröffentlichung auf der Homepage nicht angerufen werde, könne davon ausgehen, dass dem nicht so sei, so Hohmann.

Nicht alle Schulen machen Corona-Fälle und Quarantäne-Anordnungen so öffentlich wie die Gesamtschule Schermbeck. Dabei zeigen Auflistungen des Kreises, dass beispielsweise in Dinslaken derzeit fünf Schulen oder in Kamp-Lintfort drei Schulen mit Infektionen und Quarantäne zu tun haben. Im Kreis Recklinghausen ist es mehr als jede zweite Schule.

Eine Gerüchteküche zu Corona-Fällen will Norbert Hohmann gar nicht erst aufkommen lassen. Er habe dazu bereits viele positive Rückmeldungen von Eltern erhalten, die sich gut informiert fühlten, sagt der Schulleiter.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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