Corona: Landeszentrum meldet viel zu niedrige Inzidenz im Kreis Wesel

Coronavirus

Bei der Bundesnotbremse wird die vom Landeszentrum Gesundheit gemeldete Kreis-Inzidenz entscheidend sein. Im Kreis Wesel meldet die Institution am Donnerstag aber eine komplett falsche Zahl.

Schermbeck

, 22.04.2021, 13:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine viel zu niedrige Wocheninzidenz meldet das Landeszentrum Gesundheit für den Kreis Wesel.

Eine viel zu niedrige Wocheninzidenz meldet das Landeszentrum Gesundheit für den Kreis Wesel. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Eine Inzidenz von 110,2 und damit ein Absinken um 24,8 im Vergleich zum Vortag meldet das Landeszentrum (LZG) am Donnerstag. Kann das sein? Ein Blick auf die vom Kreis gemeldeten Fälle zeigt eine Null. Ein Meldefehler?

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„Am gestrigen Abend kam es zu einer fehlerhaften Datenübermittlung des Kreises Wesel an das LZG. Das LZG wurde bereits kontaktiert und die korrekten Daten heute um 7 Uhr übermittelt“, so Kreissprecherin Anja Schulte am Donnerstag.

Echter Wert um 40,2 höher

Schulte: „Die heute übermittelten Daten zeigen sich jedoch erst am Freitag in der Inzidenz des LZG.“ Der Kreis selbst hat für Donnerstag eine Wocheninzidenz von 150,4 errechnet. Im Vergleich zum Landeszentrum liegt dieser Wert um 40,2 höher. 186 neue Infektionen wurden registriert, davon zwei in Schermbeck, wo aktuell 21 Menschen offiziell infiziert sind.

Spannend dürfte es werden, wenn solche Meldefehler, wie sie im Laufe des Pandemiejahres bereits häufiger vorgekommen sind, auftreten, wenn die Bundesnotbremse zur Pandemiebekämpfung gilt.

Bei einer Inzidenz bis 150 (an drei aufeinanderfolgenden Tagen) wäre etwa Terminshopping möglich, darüber müssten die Geschäfte schließen. Schulen sollen nur bis zu einem Inzidenzwert von 165 Wechselunterricht anbieten. Liegt der Wert drei Tage darüber, ist wieder Homeschooling angesagt.

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