Corona: Schermbecker Arbeitslosenzahlen stechen im Kreis heraus

Coronavirus

Zu einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit hat die Coronakrise im Kreis Wesel geführt. Schermbeck sticht bei den Zahlen im Monat Mai auf zwei Arten heraus.

Schermbeck

, 04.06.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Grafik zeigt die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Kreis Wesel. Die Auswirkungen der Coronakrise sind daran deutlich abzulesen.

Die Grafik zeigt die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Kreis Wesel. Die Auswirkungen der Coronakrise sind daran deutlich abzulesen. © Agentur für Arbeit Wesel

16.513 Personen waren im Mai 2020 im Kreis Wesel arbeitslos gemeldet - das sind mehr als 1800 mehr als im Mai 2019. „Nach dem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit im letzten Monat ist die Arbeitslosigkeit im Mai zwar weiter gestiegen, aber in einem geringeren Ausmaß. Dennoch verzeichnen wir in den Kreisen Wesel und Kleve rund 2700 arbeitslose Menschen mehr als ein Jahr zuvor.“ Das lasse sich, so Barbara Ossyra, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Wesel, auch auf die momentan schwache Aufnahmefähigkeit des Marktes sowie eine geringere Entlastung durch geförderte Angebote zurückführen.

Dritthöchste Zunahme im Jahresvergleich

Auch an Schermbeck ist die Entwicklung nicht spurlos vorüber gegangen. 288 Personen waren dort im Mai 2020 als arbeitslos gemeldet - 55 mehr als im Mai 2019 (+23,6 Prozent). Das ist im Kreis Wesel die dritthöchste Zunahme im genannten Zeitraum, nur in Dinslaken und Hünxe lag der Wert höher.

Für etwas Beruhigung könnten die neuesten Zahlen dennoch sorgen. Denn im Mai dieses Jahres wurden im Vergleich zum April in Schermbeck nur vier weitere Personen arbeitslos. Ein Anstieg von 1,4 Prozent. Dies ist im Kreis Wesel der zweitniedrigste Wert. Nur in Hamminkeln gelang es im Mai sogar, neun Personen zusätzlich in Arbeit zu bringen.

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