Coronavirus: Gemeinde übernimmt Stornokosten für Klassenfahrten

Coronavirus

Stornokosten für Klassenfahrten ins Ausland, die wegen Corona ausfallen müssen, übernimmt das Land - bei Zielen in Deutschland nicht. Bürgermeister und Ratsmitglieder kritisieren das.

Schermbeck

, 25.06.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Für ausgefallene Klassenfahrten in Deutschland übernimmt die Gemeinde bis zu den Herbstferien die Stornokosten.

Für ausgefallene Klassenfahrten in Deutschland übernimmt die Gemeinde bis zu den Herbstferien die Stornokosten. © obs/Dr. Walter GmbH

Die gute Nachricht für Schüler und Eltern zuerst: Die Gemeinde übernimmt die Stornokosten für ausgefallene Klassenfahrten innerhalb Deutschlands bis zu den Herbstferien. Allein für die Gesamtschule Schermbeck kommen deshalb Kosten von fast 10.000 Euro auf den Haushalt zu.

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Doch das ärgerte die Ratsmitglieder, die dies einstimmig beschlossen, weniger, als die Ungleichbehandlung durch das Land. Es sei nicht einzusehen, so Rainer Gardemann (CDU), warum die Eltern „Fahrten nach Arnheim erstattet bekommen, die nach Hamburg nicht“. Die Corona-Zeit sei gerade für Familien „äußerst schwierig“. Deshalb sei nicht einzusehen, warum Eltern für diese ausgefallenen Fahrten auch noch zusätzlich zur Kasse gebeten werden sollten.

Bürgermeister Mike Rexforth stimmte zu: „Das erschließt sich mir überhaupt nicht, warum Schüler, die in Deutschland unterwegs sind, weniger schützenswert sind, als wenn sie ins Ausland fahren.“

Schwammige Antworten

Dieser Meinung war auch Klaus Roth (BfB), der nachfragte, ob man diesbezüglich noch beim Ministerium nachgefragt habe. Das habe man, so Rexforth - die Antworten seien aber „schwammig“ gewesen. Beispielsweise habe man auf Krisengebiete in Italien hingewiesen. Rexforth: „Man macht es sich meiner Meinung nach relativ einfach.“

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