Coronavirus: Grundschule musste für Schulstart kräftig umplanen

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Nach langer Corona-Pause werden alle Grundschüler ab Montag wieder unterrichtet. Schulleiterin Jessica Steigerwald und ihr Team mussten dafür noch am Freitag einmal kräftig umplanen.

Schermbeck

, 08.05.2020, 17:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Viertklässler waren am Donnerstag die ersten, die wieder an den Hauptstandort der Grundschule Schermbeck zurückkehrten. „Viel entspannter als befürchtet“, sagt Schulleiterin Jessica Steigerwald sei dies gelaufen. Fast 100 Viertklässler, auch die vom Teilstandort, seien zwar fast alle gleichzeitig morgens angekommen, „aber sie haben sich gut verteilt auf die Aufstellplätze“. Mit Markierungen hatte das Lehrpersonal zuvor Markierungen auf dem Boden aufgebracht.

„Wir haben erst einmal geguckt, wie es allen geht“, sagt Steigerwald. Tenor bei den Schülern sei gewesen: „Toll, endlich wieder in der Schule zu sein.“ Von der Disziplin der Schüler seien die Lehrer „total begeistert“ gewesen, sagt Steigerwald. Für die Kinder vom Teilstandort habe man Schulführungen „im Gänsemarsch“ organisiert, damit diese ihre neue, ungewohnte Lernumgebung kennenlernen konnten. Das Waschen der Hände nehme einen großen Teil der Zeit in Anspruch, sagt Steigerwald. Auch achtet das Lehrpersonal darauf, dass die Kinder Abstandsregeln einhalten.

Drei Viertklässler zählen zur Risikogruppe

Gab es auch Kinder, die aufgrund von Vorerkrankungen zur Risikogruppe gezählt werden und deshalb nicht zur Schule kamen? Dies seien drei von knapp 100 Kindern gewesen, so Steigerwald. Einen Überblick, wie viele solcher Kinder in den übrigen Jahrgangsstufen seien, habe sie noch nicht. Diese Kinder sollen digital unterrichtet werden. Beim Kollegium gebe es viele Vollzeitkräfte, die zur Risikogruppe gezählt werden, sagt Steigerwald: „Ich habe ausgerechnet, dass gut 50 Prozent der Lehrerstunden wegfallen.“

Ab Montag werden alle Jahrgänge wieder zur Schule gehen. Anders als zunächst von Steigerwald geplant, darf nach einer Mail des Schulministeriums am Freitag immer nur ein Jahrgang pro Tag beschult werden. Montag beginnt der komplette Jahrgang 4 (Haupt- und Teilstandort), Dienstag folgt der Jahrgang 3, Mittwoch der Jahrgang 2, Donnerstag der Jahrgang 1. Am Freitag gehen dann wieder die Viertklässler zur Schule, am Montag die Drittklässler und so weiter.

Die Klassen werden weiterhin halbiert in den Räumen unterrichtet, sodass die Hygienevorschriften eingehalten werden können. „Hierbei achten wir bei der Raumzuteilung auf die Größe der Lerngruppe“, so Steigerwald. Kinder müssen einen Mundschutz mitbringen. Immer dann, wenn der Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, können die Kinder die Maske tragen.

Über die Klassengruppen werden die Lehrenden mitteilen, welche Schulmaterialien die Kinder mit zur Schule bringen sollen, „damit sie nicht zu schwer tragen müssen“, so Steigerwald.

Nur ein Jahrgang darf jeweils in die Pause

Die Toiletten werden nach Jahrgängen getrennt genutzt. In den Pausen soll sich immer nur ein Jahrgang begegnen. An den „Präsenztagen“ erhalten die Schülerinnen und Schüler Material, das sie bis zum nächsten Präsenztag bearbeiten sollen.

Die Notbetreuung läuft weiter. Bislang nur am Teilstandort an der Schienebergstege - ab Montag an den Präsenztagen der Schüler nach dem Unterricht auch am Hauptstandort. Steigerwald bittet Eltern darum, eine Anmeldung für die Notbetreuung nach Möglichkeit immer eine Woche im Voraus abzugeben - spätestens bis freitagnachmittags, 17 Uhr, per E-Mail an j.steigerwald@grundschule-schermbeck.de .

Bitte an die Eltern

Mit einer persönlichen Bitte wendet sich Steigerwald an die Eltern: „Bitte vertrauen Sie uns Lehrerinnen und Lehrern, dass wir die Kinder begleiten und helfen, den neuen Alltag zu meistern. Auch uns sind viele der Strukturen fremd und wir müssen ebenso hineinfinden wie die Kinder. Aber wir sind überzeugt, dass wir das gemeinsam schaffen werden. Der erste Schultag heute stimmt uns sehr positiv, dass wir es auch mit den anderen Stufen gut hin bekommen werden.“

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