Darum könnte der Ersatz für diese Brücke eine Drittel Million Euro kosten

Brücke

Etwas mehr als 250.000 Euro sind im Haushalt für den Ersatz der Brücke „Am Rathaus“ über den Mühlenbach vorgesehen. Doch die werden nicht reichen.

Schermbeck

, 02.07.2019, 14:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
Darum könnte der Ersatz für diese Brücke eine Drittel Million Euro kosten

Diese Brücke "Am Rathaus" muss durch ein neues Modell ersetzt werden. Doch das wird teuer. © Berthold Fehmer

Bereits 2017 waren die Sanierungspläne für die Brücke vorgestellt worden, die aufgrund ihres maroden Zustands („Einsturzgefahr“) nur noch von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden kann. Abbruch und Neubau waren schon damals vorgesehen. Die neue Brücke sollte 1,50 Meter breit werden und im Winkel von 50 Grad über den Bach führen.

Durch längere Erkrankung eines Mitarbeiters konnte der Planungsauftrag erst im November 2018 vergeben werden. Zwischenzeitlich sind neue Kosten dazu gekommen. Nach Rodungsarbeiten zeigte die freigelegte Stützmauer so große Schäden, dass sie ausgetauscht werden muss. Kostenpunkt: 13.000 Euro netto zusätzlich. Hinzu kamen Preisanpassungen, sodass die Kosten bei 282.000 Euro landen.

Spitzer Winkel soll stumpfer werden

Derzeit läuft die Brücke noch in spitzem Winkel über den Bach, was bei der neuen Brücke auf 50 Grad geändert werden sollte. Laut Klaus Neumann von der Verwaltung musste dieser Plan aber aufgegeben werden. „Bei der Ein- und Ausfahrt der Brücke fährt man auf der einen Seite gerade auf zwei Parkplätze und müsste fast im rechten Winkel in den eventuell entgegenkommenden Rad und Fußgängerverkehr als Radfahrer fahren.“ Auch liegt direkt hinter der Brücke eine Grundstücksausfahrt.

Um eine Unfallgefahr zu vermeiden, soll das neue Bauwerk im Winkel von 25 Grad den Bach überqueren. Das erhöht die Stützweite der Brücke von 6,90 auf 11,60 Meter.

1,50 Meter oder 2,50 Meter Breite?

Für den Bau- und Liegenschaftsausschuss steht am Mittwoch (3. Juli) die Frage zur Debatte, ob man die neue Brücke wie geplant bei 1,50 Meter belässt, oder sie auf 2,50 Meter verbreitert. Die 1,50-Meter-Variante hätte den Nachteil, dass Begegnungsverkehr mit Rädern nicht möglich wäre. Die neue Planung würde bei 1,50 Meter Breite bei 305.000 Euro liegen, bei 2,50 Meter bei 333.000 Euro.

Statt einer zunächst geplanten Stahlbrücke soll die neue aus Aluminium bestehen, deren Belag mit einer rutschfesten Beschichtung ausgestattet sein wird. Diese soll in fast einem Stück angeliefert werden und mit einem Kran auf die sanierten Widerlager gesetzt werden. Neumann: „Der Montageaufwand beträgt nur etwa einen Tag.“

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