Darum kommen Feuerwehrleute aus ganz Deutschland im November zum Haus Mühlenbrock

mlzFeuerwehr

Besuch von Feuerwehrleuten aus ganz Deutschland bekommt das Hotel-Restaurant Haus Mühlenbrock im November. Das haben sie dort vor.

Schermbeck

, 10.09.2019, 17:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

„European Fire & Rescue Support Association“, so lautet die Langform der Organisation, die sich am 16. November zur Jahreshauptversammlung im Haus Mühlenbrock trifft. „Den langen Namen kann sich keiner merken“, sagt der Sprecher Oliver Elsner, deshalb nennt sich die Gruppe „European Support Team“.

Dabei handelt es sich um eine ehrenamtliche Hilfsorganisation, die 2015 gegründet wurde und aus Feuerwehr- und Rettungsdienstpersonal besteht. „Wir sind etwa 28 bis 30 Mann stark“, sagt Elsner. Das Ziel der Ehrenamtler, die bereits namhafte Sponsoren haben, ist der Aufbau eines funktionierenden Feuerwehr- und Rettungsdienstsystems in Kenia und Tansania.

Feuerwehr-Fahrzeuge für Kenia

Los ging es mit dem Aufbau des „Fire Department Baringo County“ im Westen Kenias. Mittlerweile verrichten dort zwei von deutschen Wehren gespendeten Fahrzeuge ihren Dienst. Der Aufbau einer „East-African Fire Academy“ verlaufe derzeit noch etwas schleppend, so Elsner. Das „Soysambu Conservancy“, eine gemeinnützige Organisation, arbeitet daran, das traditionelle Wildtiergebiet in Kenia zu erhalten. 36 Ranger werden dort in Wald- und Flächenbrandbekämpfung ausgebildet.

Tätig ist das deutsche Feuerwehrteam zudem in Tansania. „Letzte Woche haben wir einen Container hingebracht“, so Elsner. Im Container: Ausrüstung für die Feuerwehr. Vom Strahlrohr bis zur Uniform. Vieles, was in Deutschland von den Wehren aussortiert werde, sei in Afrika noch gut verwendbar. „Wir gucken alles durch - Schrott nehmen wir nicht an“, sagt Elsner. Die strengen Vorschriften in Deutschland sei allerdings so, dass einiges, was nach Afrika geschickt werden, „noch keinen Brandeinsatz gesehen hat“.

Ehefrauen aus Afrika

Wie kam der Kontakt nach Schermbeck zustande? Aus Kenia stammt nicht nur die Ehefrau von Elsner, sondern auch Carol Mühlenbrock, Chefin im Haus Mühlenbrock. Als das Ehepaar Elsner, das in der Nähe von Köln wohnt, vor etwa zwei Jahren im Haus Mühlenbrock zum ersten Mal zum Essen war, freundeten sich die Ehepaare Elsner und Mühlenbrock an. „Meine Frau und Carol Mühlenbrock gehören zu den Kikuyu, eine von 40 Volksgruppen in Kenia“, sagt Elsner - da gab es also viele Gemeinsamkeiten zu entdecken.

Dass Brände in Kenia eine gefährliche Angelegenheit sind, weiß Carol Mühlenbrocks Mann Stephan „aus Erzählungen“. „Die versuchen dann, mit Wassereimern, die Nachbarhäuser zu retten“. Das Anliegen des „European Support Teams“ möchte das Ehepaar Mühlenbrock aus diesem Grund unterstützen.

Charity-Essen

Nicht nur die Jahreshauptversammlung (16. November, 15 Uhr) ist deshalb im Haus Mühlenbrock geplant, sondern auch ein Charity-Essen, „entweder Ende dieses Jahres oder im nächsten Jahr“, sagt Stephan Mühlenbrock.

Das Ziel ist, möglichst auch Feuerwehrleute aus der Region anzusprechen und um Unterstützung zu bitten. Entweder mit Sachspenden, aber auch mit finanzieller Hilfe. Beim Charity-Essen solle ein Buffet angeboten werden, dessen Erlös der Brandbekämpfung in Afrika dienen soll. Elsner berichtet, dass bei einem Treppenlauf in Köln beispielsweise die Feuerwehrleute aus Isselburg im August dieses Jahres 2000 Euro Spendengelder zusammentragen konnten.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt