Ehemalige Reformierte Kirche soll Ort für Filme und Feiern werden

mlzReformierte Kirche

Die Ehemalige Reformierte Kirche soll vielfältiger genutzt werden als bisher. Im März stehen die „Schermbecker Filmtage“ dort auf dem Programm. Und auch Feiern sollen demnächst erlaubt sein.

Schermbeck

, 18.02.2019, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Haupt- und Finanzausschuss berät am 26. Februar (Dienstag) über eine von der Verwaltung vorgeschlagene Änderung der Benutzungsordnung. Bislang konnte man in der Ehemaligen Reformierten Kirche standesamtlich heiraten. Doch es gebe immer wieder Anfragen, ob auch freie Trauungen, Ehejubiläen oder nicht kirchliche Trauerfeiern dort möglich sind, so Alexandra Basker von der Verwaltung.

Die Benutzungsordnung lässt das derzeit nicht zu. Sie stammt aus dem Jahr 2005 und könnte vom Rat geändert werden, wofür der Ausschuss eine Beschlussempfehlung geben kann. Zu den Ehejubiläen zählt die vorgeschlagene Benutzungsordnung Feiern ab der Silberhochzeit (25 Jahre). Ausgeschlossen werden Polterabende oder Polterhochzeiten.

300 Euro pro Nutzung

Vorgeschlagen wird, dass die Benutzungsordnung beim Thema Entgelte mit einer „Tarifklasse IX“ für freie Trauungen, Ehejubiläen und nicht kirchliche Trauerfeiern ergänzt wird. 300 Euro sollen dafür fällig werden, was sich an laufenden Aufwendungen wie Abschreibungen, Energieaufwendungen und Kosten für den Personaleinsatz (Hausmeister, Reinigungskräfte) orientiert.

Schermbecker Filmtage

Die Änderung der Benutzungsordnung könnte am 1. April 2019 in Kraft treten. Schon zwischen dem 11. und dem 14. März wird die Ehemalige Reformierte Kirche zum Austragungsort der „Schermbecker Filmtage“, die Klimaschutzmanager Thomas Heer und die Gleichstellungsbeauftragte Susanne Kötter organisieren.

Thomas Heer: „An drei Tagen sollen Klimaschutzfilme gezeigt werden, an einem Abend ein Gleichstellungsfilm.“ Auf die Idee brachte Heer seine vorherige Arbeit im Klimaschutzteam des Landkreises Marburg, wo eine Zusammenarbeit mit dem dortigen Kino und den Schulen bereits etabliert ist.

Abends ab 19 Uhr ist Einlass, der Film beginnt jeweils um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet für Schüler/Studenten 3 Euro, für Erwachsene 5 Euro. Einige Schulklassen der Gesamtschule, so Heer, werden auch bereits tagsüber die Filme sehen. Gezeigt werden am:

11. März: „Tomorrow“. Die Schauspielerin Mélanie Laurent („Inglourious Basterds“, „Beginners“) und der französische Aktivist Cyril Dion in der Zeitschrift „Nature“ wollen sich mit dem Horror-Szenario des Zusammenbruchs unserer Zivilisation nicht abfinden. Also machen sich die beiden auf den Weg. Sie sprechen mit Experten und besuchen weltweit Projekte und Initiativen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen. Was sie finden, sind Antworten auf die dringendsten Fragen unserer Zeit. Und die Gewissheit, dass es eine andere Geschichte für unsere Zukunft geben kann.

Ehemalige Reformierte Kirche soll Ort für Filme und Feiern werden

Der Film "Plastic Planet" zeigt die Allgegenwärtigkeit von Plastik in der Welt und welche Probleme das verursacht. © thomaskirschner.com

12. März: „Plastic Planet“. Ein filmisches Dokument über die Allgegenwart von Plastikprodukten. Kunststoffe in Tüten oder technischen Geräten können bis zu 500 Jahre in Böden und Gewässern überdauern. Der Film zeigt, dass Plastik zu einer globalen Bedrohung geworden ist. Der Film stellt die Frage, wer verantwortlich ist für Müllberge in Wüsten und Meeren. Und wer dabei gewinnt und wer verliert.

13. März: „More than Honey“. Ein Blick in die Honig-Industrie und auf das Bienensterben. Ein Leben ohne Bienen scheint undenkbar. Zwischen Pestiziden, Antibiotika und Monokulturen zeigt der Schweizer Regisseur und Enkel einer Imkerfamilie, Markus Imhoof, das mysteriöse Bienensterben von Kalifornien bis China sowie industrialisierte Honigfarmen und das Universum dieses Wundertiers.

14. März: „We Want Sex(ual equality)“. Im Jahr 1968 nähen Arbeiterinnen in einer Automobil-Fabrik Sitzbezüge und bekommen dafür viel weniger Geld als ihre männlichen Kollegen. Irgendwann reicht es ihnen und sie streiken für einen gleichen Lohn. Wie dieser Streik zum „Equal Pay Act“ führte, zeigt der Film von Nigel Cole (ab 12 Jahren).

Karten im Vorverkauf und an der Abendkasse

Die Filmtage werden gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Karten gibt es im Vorverkauf im Rathaus sowie an der Abendkasse, wobei die Zahl der Plätze begrenzt ist.

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