Einbrecher zerstören Terrassentür und stehlen Werkzeug - So wehrt sich der Hausbesitzer

mlzEinbruch

Werkzeug für 1500 Euro, dazu eine zerstörte Terrassentür (2000 Euro). Diesen Schaden hat Hausbesitzer Niklas Nagel (29) nach einem Einbruch. Nun geht er in die Offensive.

Schermbeck

, 24.10.2019, 05:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erst am Wochenende hatte es einen Einbruch am Schermbecker Ulmenweg gegeben. In der Nacht zu Mittwoch drangen Einbrecher wenige hundert Meter weiter in ein freistehendes Einfamilienhaus an der Pfarrer-Disselhoff-Straße ein, wie Polizeisprecher Björn Haubrok auf Anfrage bestätigt. Von einer „Serie“ will der Polizeisprecher nach zwei Einbrüchen in Folge noch nicht sprechen.

An mindestens sechs Stellen, sagt Tobias Nagel, Bruder des Hausbesitzers, hätten die Täter laut Spurenlage versucht, die Terrassentür aufzuhebeln. Damit schienen sie keinen Erfolg gehabt zu haben, denn schlussendlich zerstörten sie die Scheibe, um ins Innere zu gelangen. Der Schaden allein hierdurch beläuft sich auf rund 2000 Euro.

Mindestens drei Täter

Dass es mindestens drei Täter waren, steht für den 29-jährigen Hausbesitzer fest. Das Haus wird derzeit saniert und ist unbewohnt. Zum Schutz der Fliesen lag Pappe aus, auf denen sich nach dem Einbruch drei unterschiedliche Fußabdrücke fanden.

Wie an den Fußspuren auch zu sehen war, schauten sich die Täter in den mehreren Etagen gründlich um. Letztlich erbeuteten sie Werkzeug der Marke „Makita“ sowie dazugehörige Akkus im Wert von 1500 Euro. Ein bisschen wundert sich Nagel über das Vorgehen der Einbrecher: „Die Hälfte haben sie dagelassen.“

Nachbarn haben nichts mitbekommen

Zunächst hoffte Nagel noch, dass vielleicht Nachbarn etwas von dem Einbruch mitbekommen haben könnten, da die Scheibe der Terrassentür beim Einschlagen eigentlich nicht geräuschlos nachgegeben haben kann. Doch eine Umfrage am Mittwoch ergab, dass keiner von den Nachbarn etwas gehört habe.

Nagel will sich trotzdem nicht damit abfinden, dass die Täter einfach so davon kommen könnten. Er setzt eine Belohnung von 500 Euro aus für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen. „Vielleicht bekommt ja auch jemand das Werkzeug angeboten“, sagt Nagel.

Polizeisprecher Haubrok sagt, dass Belohnungen von Privatleuten nach Einbrüchen eher unüblich seien. Nagel hingegen sagt: „Der Schaden bringt mich sicherlich nicht um. Aber mir geht es einfach ums Prinzip.“ Er würde sich über Hinweise freuen unter Tel. (0176) 22372076.

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