Pfarrer Dieter Hofmann (vorne) wurde am Samstag in der Georgskirche verabschiedet. Vor Beginn des Gottesdienstes entstand dieses Foto mit den Gastrednern, mit den Gestaltern des Gottesdienstes, mit einigen Presbytern und Mitarbeitern der Georgsgemeinde. Superintendent Thomas Brödenfeld (l.) übernahm am Ende des Gottesdienstes die Entpflichtung des scheidenden Pfarrers. © Helmut Scheffler
Georgsgemeinde

Erfülltes Berufsleben von Pfarrer Dieter Hofmann geht zu Ende

Eine Woche vor dem offiziellen Ende seines Dienstes in der Georgsgemeinde wurde Pfarrer Dieter Hofmann am späten Samstagnachmittag verabschiedet.

In einer fast halbstündigen Rede gelang es dem stellvertretenden Presbyteriums-Vorsitzenden Volker Franken, in 13 Gedanken die 13 Schermbecker Jahre Dieter Hofmanns Revue passieren zu lassen.

Nach einem Rückblick auf die Zeit vor Schermbeck (wir berichteten im Vorfeld) erinnerte Franken an das besondere Engagement Hofmanns, das in mehreren Bereichen weit über den beruflichen Alltag eines Pfarrers hinausging. Bereits ein Jahr nach seinem Start in Schermbeck im Juni 2008 erfand Hofmann mit den Gottesdiensten „Um sechs bei Schorsch“ eine neue Marke, die seither an Sonntagen für ein volles Gotteshaus sorgte, weil die Themen und die Art der Präsentation die Zuhörer begeisterten.

Wichtiges Netzwerk aufgebaut

Auf einer der mehrtägigen Klausursitzungen beschloss das von Dieter Hofmann geleitete Presbyterium, die Georgs-Initiative zu starten, die seit dem Reformationstag des Jahres 2009 wiederholt zu einer Besonderheit der Kirchengemeinde wurde. Das am 3. November 2010 gegründete Netzwerk Schermbeck wurde zu einem sehr wichtigen Baustein der Georgsinitiative. „Mittlerweile“, so Volker Franken, „handelt es sich um das größte Netzwerk einer Kirchengemeinde in der rheinischen Kirche, worauf wir mit Sicherheit stolz sein dürfen.“

Franken hob Hofmanns intensive Bemühungen um die Ökumene vor Ort hervor. Als Beispiele nannte er ökumenische Gottesdienste, die gemeinsam gefeierten Weltgebetstage, Gespräche zwischen den Presbytern und dem Kirchenvorstand von St. Ludgerus und das am 12. Mai 2019 gefeierte ökumenische Gemeindenfest.

Immer das Gute in anderen Menschen gesehen

„Politische und gesellschaftliche Dinge interessieren dich sehr und du bist dabei immer darum bemüht, das Gute in anderen Menschen zu sehen“, bescheinigte Franken dem scheidenden Pfarrer. „Du hast immer lösungsorientiert mit uns gearbeitet“, sagte Franken zu dem scheidenden Chef des Presbyteriums, dessen kollegialer Umgang mit dem Presbyterium auch von den Mitarbeitern bestätigt wurde. Seine Eloge rundete Franken ab mit dem Verweis auf Hofmanns Bemühungen, Kinder und Jugendliche altersgemäß am kirchlichen Leben teilnehmen zu lassen, den richtigen Ton für die Gemeinde zu treffen und die Probleme der Gemeinde als seine eigenen Probleme zu übernehmen.

Als ehemaliger Pastor der Ludgerusgemeinde dankte Klaus Honermann für Hofmanns Förderung der ökumenischen Begegnungen und für die Bereitschaft während der Restaurierung der Ludgeruskirche das Gotteshaus der Georgsgemeinde für Gottesdienste zur Verfügung zu stellen.

156 Kinder der Gemeinde getauft

Seinen Dank an alle hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter ergänzte Dieter Hofmann um ein paar Zahlen aus seiner dreizehnjährigen Tätigkeit. 156 Taufen fanden satt, 42 Trauungen, 301 Trauerfeiern und etwa 140 Presbyteriumssitzungen. 50-mal fand die Minikirche statt, 44-mal ein Schorsch-Gottesdienst und etwa 80-mal ein Kinderbibelmorgen.

Wegen der guten Vorarbeit seiner Vorredner verzichtete der Superintendent Thomas Brödenfeld weitgehend auf die Präsentation der Biografie Hofmanns. Mit einem Dankeschön der Landeskirche leitete Brödenfeld die offizielle Entpflichtung Hofmanns ein. Die Gemeinde bat er, all das zu achten, was Hofmann für die Kirchengemeinde getan habe.

Geselliger Abschluss der Feier

Im Gemeindehaus an der Kempkesstege fand der gesellige Teil der Abschiedsfeier statt. Der Männer-Kochclub der Georgsgemeinde und ein ehrenamtliches Serviceteam sorgten für die Verpflegung. Als Sprecher der hauptamtlichen Mitarbeiter überreichte Patrick Bönki als Abschiedsgeschenk einen Film mit Dankes-Statements der Mitarbeiter.

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Freier Mitarbeiter
Im Verlauf von mehr als vier Jahrzehnten habe ich das Zusammenwachsen von acht ehemals selbstständigen Gemeinden miterlebt, die 1975 zur Großgemeinde Schermbeck zusammengefügt wurden. Damals wie heute bemühe ich mich zu zeigen, wie vielfältig das Leben in meinem Heimatort Schermbeck ist.
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Helmut Scheffler

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