Erlaubnis zum Abheben

SCHERMBECK "Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein..." Darunter nicht. Deshalb stellt ein Schermbecker den Antrag, mit seinem Gleitschirm in Schermbeck starten und landen zu können.

25.01.2008, 17:51 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dazu bräuchte er allerdings eine Außenstart- und Landeerlaubnis für Gleitschirme gemäß Paragraph 25 des Luftverkehrsgesetzes. Und genau über diese Erlaubnis will der Planungs- und Umweltaussschuss in seiner Sitzung am 6. Februar beraten. Gleitschirme zählen zu den "Leichten Luftsportgeräten" und sind nicht (mehr) zulassungspflichtig. Bei ihnen gilt ein maximal zulässiger Lärmgrenzwert von 60 dBA. Grundsätzlich muss man damit auf genehmigten Flugplätzen landen und starten.

Probleme

Von dieser Regel beantragt der Schermbecker eine Ausnahmegenehmigung. Bisher startet der Luftsport-Liebhaber hauptsächlich vom Flugplatz Dinslaken/ Schwarze Heide. Doch dort, so der Antragsteller, gebe es einige Probleme:

  • Häufig müsse er sein 30 Kilogramm schweres Fluggerät zu Fuß auf das Flugfeld bringen.
  • Gefahr durch Verwirbelungen durch bodennahes Hubschraubertraining angrenzend zum Startbereich und die Geschwindigkeitsdifferenz zu den schnelleren Segelflugzeugen.
  • Mehrmals im Jahr verhindern Sonderveranstaltungen am Flugplatz das Starten und Landen.

Bei dem Grundstück nördlich des Bruchwegs, wo der Schermbecker nun in die Luft gehen möchte, handelt es sich um eine Wiesenfläche, die er in gemähtem Zustand nutzen möchte. Eine Geräuschbelästigung ist laut Antragsteller nicht zu erwarten, da der Abstand zu den benachbarten Höfen groß sei und ein Überfliegen von ihm vermieden werde. Im Jahr will der Schermbecker etwa 25 Mal abheben, wobei auch befreundete Motorschirm-Piloten in seiner Begleitung dabei sein sollen. Für die Erteilung der Erlaubnis ist letztlich die Bezirksregierung Düsseldorf als Luftfahrbehörde zuständig.

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