Familienzentrum St. Ludgerus - großer Bau für kleine Leute

Einweihungsfeier

"Hier würde ich auch gerne in den Kindergarten gehen", stellte Pastor Klaus Honermann beim Rundgang begeistert fest. Ein größeres Kompliment für alle an den Planungen des Erweiterungsbaus beteiligten Personen hätte es am Tag der offenen Tür im Familienzentrum St. Ludgerus am Samstag kaum geben können.

von Von Helmut Scheffler

, 23.10.2011, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bereits am Donnerstag hatte Honermann im neuen Bewegungsraum des Familienzentrums am Heggenkamp einen Einweihungsgottesdienst gefeiert und anschließend in Begleitung der Kinder die einzelnen Räume gesegnet.

Der Erweiterungsbau in dem 44 Jahre alten Kindergarten war erforderlich geworden, weil sich das Familienzentrum seit 2007 darum bemühte, Müttern und Vätern eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen, unter anderem durch das Angebot einer Betreuung von Kindern unter drei Jahren. U-3-Konzeption wird überarbeitet

Mit dem Erweiterungsbau wurde im Mai 2010 begonnen. Die Grundsteinlegung erfolgte im Juni 2010. Eine Zeitlang wurde es eng am Heggenkamp. Im Januar 2011 wurde die "Sonnen"-Gruppe in den Kilian-Kindergarten ausgelagert. Die "Regenbogen"-Gruppe konnte im Februar 2011 ihren neuen Gruppenraum beziehen. Die Baumaßnahme wurde im Mai abgeschlossen. Im neuen Kindergarten-Jahr wuchs das U-3-Team nach der Neueinstellung einer Erzieherin auf fünf Kräfte. Das Team ist derzeit bemüht, die U-3-Konzeption zu überarbeiten.

Beim Rundgang am Samstag konnten die einzelnen Baumaßnahmen besichtigt werden. Für die beiden Gruppen mit U-3-Kindern mussten jeweils ein Schlafraum und Wickelbereiche errichtet werden. Im neuen Trakt entstand außerdem ein Gruppenraum, weil der bisherige Gruppenraum zu einem Bewegungsraum umgebaut wurde. Um die Kreativität zu fördern, entstand im Anbau ein Atelier, das von allen Gruppen genutzt werden kann.

Über 400 000 Euro investiert

Die gesamten Baukosten betrugen 410 000 Euro. 90 000 Euro waren erforderlich, um den Altbau zu sanieren. Die größten Maßnahmen waren die Sanierung des Daches, der Fassade und eine neue Heizungsanlage. Die Kosten wurden vom Bistum, von der Gemeinde Schermbeck und aus Rücklagen des Kindergartens finanziert.

Für die Innenausstattung wurden durch Feste, Kinderkleidermärkte und durch die Mitwirkung beim "Marktplatz der Hilfe" 17 000 Euro angespart. So konnten jetzt eine Pferdeschaukel und Turnmatten ebenso finanziert werden wie Spiegel, Regale, die Ausstattungen fürs Atelier und für die Bücherei sowie der Anstrich des Flures und eine Leichtbauwand.

Zum Programm beim Tag der offenen Tür gehörte das Trommeln zu Geschichten ebenso wie das Vorlesen durch die beiden Paten Hedwig Timmermann und Willi Friedrich, eine Lieder-Runde und der Besuch der Mülheimer "Wodo-Puppenbühne". Während dort die Kinder die Geschichte vom Hasen und Frosch verfolgten, konnten sich die Erwachsenen in der Cafeteria mit Getränken und Kuchen verwöhnen lassen. 

Lesen Sie jetzt