Fotoaktion gegen Rechts fand viele Unterstützer

mlzFotoaktion

„Dein Porträt gegen Rechts“: Der Einladung zu dieser Fotoaktion folgten am Samstag viele Bürgerinnen und Bürger, aber auch Vertreter der Parteien.

Schermbeck

, 08.09.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

FDP-Vorsitzender Simon Bremer war einer der ersten Besucher, die sich von dem Essener Fotografen Dennis Einecker in der ehemaligen Bücherei an der Weseler Straße in Schermbeck porträtieren ließen. So wie den amtierenden Bürgermeister Mike Rexforth konnte die Aktionssprecherin Elke Langenbrink der Gruppe „Aufstehen gegen Rassismus“ auch die beiden Bürgermeister-Kandidaten Stefan Steinkühler (Bündnis 90/Die Grünen) und Timo Gätzschmann (Die PARTEI) begrüßen.

„Die Rechten werden weitermachen“

„Weil wir in einer offenen und freien Gesellschaft leben, in der es keinen Platz für Rechts gibt“, begründete Bürgermeister Rexforth seine Teilnahme an der Aktion: „Die Rechten werden weitermachen. Da müssen wir dranbleiben.“ „Den gesellschaftlichen Wandel in Richtung Rechts muss man sofort stoppen. Man kann sich nicht oft genug gegen Rechts positionieren. Ich finde die Idee gut, um Gesicht zu zeigen“, so Bürgermeister-Kandidat Timo Gätzschmann.

„Die Werte, die ich in die Kommunalpolitik trage, vertrete ich auch als Mensch dieser Gemeinde“, kommentierte der 22-jährige Brichter SPD-Kandidat Bastian Reßing für die Kommunalwahlen seine Unterstützung der Fotoaktion. Die Gefahr des Populismus bestehe darin, dass Unwahrheiten verbreitet würden. Dadurch würden auch ganze gesellschaftliche Gruppen ausgeschlossen.“

Bürgerin Christine Schmeing begründete ihre Teilnahme mit dem Zitat, das sie aus ihrer Kindheit noch in Erinnerung hatte: „Was du nicht willst, dass man dir tut, das füg auch keinem anderen zu.“ „Ich bin gegen Rechts, weil niemand, egal in welcher Vorstellung, glauben darf, er sei wertvoller als die anderen“, formulierte Marc Overkämping als Vorsitzender der Partei „Die PARTEI“ als ein von den Organisatoren erbetenes Statement.

„Nur mit Offenheit und Toleranz“

Für den Erler Bernt Neß war es wichtig, das Anliegen der Gruppe „Schermbeck aufstehen“ zu unterstützen, mehr Menschlichkeit zu zeigen. Der Altschermbecker Manfred Knappernatus (SPD) hatte schnell ein Statement gefunden. Schon als 14-Jähriger habe er im CVJM als Grunderfordernis des menschlichen Zusammenlebens gelernt: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Voraussetzung: Du musst dich selber lieben.“ „Nur mit Offenheit und Toleranz“, empfahl Regina Mertens, „gelingt uns die Gestaltung unserer Zukunft.“

Alle Bilder werden mit den Statements im Umfeld des 9. November, der Reichspogromnacht, bei einer Ausstellung gezeigt. Der Gruppe „Schermbeck aufstehen“ schwebt zudem eine Wanderausstellung vor. Bei einer Vernissage sollen die Bilder meistbietend versteigert werden, um die Finanzierung der Aktion sicherzustellen. Ein möglicher Überschuss geht an einen gemeinnützigen Schermbecker Verein.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt