Gahlener kämpfen um die Glasfaser

23 Prozent haben unterschrieben

Bis zum 15. Mai bleibt den Gahlenern Zeit, sich für einen Anschluss an das Glasfasernetz zu entscheiden. Die Internetseite der „Deutschen Glasfaser“ weist jedoch aus, dass erst 23 Prozent der anschließbaren Haushalte einen Vertrag mit der „Deutschen Glasfaser“ (DG) abgeschlossen haben. 40 Prozent werden benötigt. Nun soll deutlich mehr Öffentlichkeitsarbeit betrieben werden.

Gahlen

, 03.05.2017, 15:34 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gahlener kämpfen um die Glasfaser

Auf dem Parkplatz Törkentreck informierten Glasfaserbefürworter am Samstag die Gahlener Bevölkerung über die Vorteile eines Anschlusses an das Glasfasernetz.

„Wenn wir in Gahlen unsere jetzige Chance verspielen, uns in diese Technik der Zukunft einbinden zu lassen werden wir wahrscheinlich für lange Zeit keine Gelegenheit mehr dazu bekommen.“ So formuliert der Vorstand des Gahlener Heimatvereins einen Appell an die Bürger.

Am Samstag hatte die Gahlener SPD sogar auf ihren Infostand anlässlich der bevorstehenden Landtagswahl verzichtet, um den Heimatverein und einige CDU-Mitglieder dabei zu unterstützen, auf dem Parkplatz Törkentreck für das schnelle Internet per Glasfaser bis ins Haus (FTTH) zu werben. Unterstützt wurde die Gruppe vom Internetfachmann Günther Sprenger und von SPD-Ratsherr Jörg Juppien, die schon sehr aktiv waren, als vor einigen Wochen im benachbarten Bricht eine ähnliche Nachfragebündelung lief und erfolgreich beendet werden konnte.

Technische Fragen

Die Standbesucher interessierten sich sehr für technische Fragen, insbesondere für unterschiedliche Übertragungsgeschwindigkeiten bei Kupferleitungen und Glasfasern. Bezüglich der Vertragsabschlüsse interessierten sich die Standbesucher vor allem für die Frage, wie im Falle eines Glasfaservertrages mit der DG eine Doppelbezahlung durch das Bestehen des bisherigen Vertrages verhindert werden kann. Ihnen wurde mitgeteilt, dass die DG für maximal zwölf Monate die Kosten des bisherigen Vertrages übernimmt. Wer also gegenwärtig über einen Jahresvertrag verfügt, kann kostenfrei den Anbieter wechseln.

Ein dritter Fragenkomplex kreiste um konkrete Maßnahmen der Glasfaserverlegung innerhalb des Gebäudes und auf dem eigenen Grundstück. Deutlich wurde, dass Beeinträchtigungen des Grundstücks bis auf einen kleinen Eingriff an der Hausübergabestelle nicht entstehen sowie, dass innerhalb des Hauses keine Kosten entstehen, wenn eine Anschlussstrecke von 20 Metern nicht überschritten wird und Leerrohre zur Verfügung stehen.

Infoveranstaltung

Auch am kommenden Samstag wird es wieder ähnliche Informationen geben, und zwar zwischen 8.30 und 11 Uhr auf dem Platz vor dem Dorfladen. Bürgermeister Mike Rexforth wird sich außerdem in einem Bürgerbrief an die Gahlener Haushalte wenden, um auf die große Bedeutung der Glasfaserversorgung für die zukünftige Entwicklung des Lippedorfes Gahlen aufmerksam zumachen. Derzeit überlegt die Info-Gruppe noch, ob man auch einzelne Haushalte besuchen soll.

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