Gahlener Landtechnik-Freunde ackerten wie damals

Methoden der Feldbestellung

SCHERMBECK Unter dem Motto „Ackern wie damals mit Pferd und Trecker“ fand am Sonntag ein Aktionstag statt, zu dem die Landtechnik-Freunde des Gahlener Heimatvereins eingeladen hatten.

von Von Helmut Scheffler

, 10.11.2009, 12:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ackern ist kinderleicht. Kinderarbeit in Besten machte dem Nachwuchs mächtig Spaß.

Ackern ist kinderleicht. Kinderarbeit in Besten machte dem Nachwuchs mächtig Spaß.

Moderne Pflüge werden von Traktoren gezogen. Am Sonntag konnte man mehrere Traktoren mit angehängten Pflügen besichtigen. Bei einem Allgaier-Porsche-Diesel mit angebautem Wechselpflug musste die Pflugschar noch von Hand ausgehoben werden. Beim „Schlüter“-Traktor aus dem Jahre 1956 war schon eine hydraulische Aushebung möglich. An einem 24 PS starken „Fendt“-Traktor aus dem Jahre 1958 hing ein Winkeldrehflug, dessen Schare zueinander in einem Winkel von 90 Grad befestigt waren, sodass der nicht arbeitende Pflugkörper das Landrad des Traktors belastete. Viel mühseliger war das Pflügen mit einem von Pferden gezogenen Einscharpflug. Landwirt Fritz Fengels fühlte sich an seine Jugendzeit erinnert, als er am Sonntag dem Pflug folgte, der von dem Wallach „Varus“ gezogen wurde, den die Schwestern Linda und Eva Schnasse zur Verfügung stellten.

„Das können wir auch“, waren die Männer überzeugt, spannten ein Seil vor den Pflug und setzten alle Kräfte daran, den Pflug auf dem leicht ansteigenden Acker vorwärts zu ziehen. „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“, pflegt der Volksmund zu sagen und muss wohl den Elan der Bestener Kinder vorausgeahnt haben, die ebenfalls als Pferdeersatz fungierten und dabei mächtig Spaß hatten. 

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