Die Müllabfuhr wird in Schermbeck günstiger. Doch andere Gebühren steigen. © Robert Wojtasik (A)
Gebühren

Gebühren 2021: In einem Bereich wird es für Bürger deutlich teurer

Die Gebühren für Müllabfuhr, Abwasser und Straßenreinigung für das kommende Jahr 2021 werden vom Rat kurz vor Weihnachten festgelegt. In einem Bereich müssen Bürger deutlich mehr zahlen.

Bei der Abfallbeseitigung (Restmüll) hat die Gemeinde Schermbeck gute Nachrichten für ihre Bürger. Gegenüber dem Vorjahr verringern sich die ansatzfähigen Kosten um 347.000 Euro für die Gemeinde, „obwohl die Entsorgungsmengen von Abfällen höher ausfallen werden als noch im Vorjahr“, so Andreas Spirres von der Verwaltung in der Vorlage für den Haupt- und Finanzausschuss. Der Grund für die Senkung der Kosten: Das Abfallentsorgungszentrum ist mit Ende des Jahres vollständig abgeschrieben.

Diese 347.000 Euro können in der Gebührenkalkulation nicht komplett an die Bürger weitergegeben werden: Angesichts sinkender Erträgen aus dem Verkauf von Altpapier, Alttextilien, Metallschrott sowie der Reduzierung der Entnahme aus der Rücklage bleiben nur noch 280.000 Euro Einsparung übrig.

Die Entsorgung einer 80-Liter-Restmülltonne wird beispielsweise aufs Jahr gerechnet 24 Euro günstiger, bei 120 Litern sind es 36 Euro, bei 240 Litern 72 Euro.

Quersubventionierung für die Biotonne

Obwohl beim Biomüll die ansatzfähigen Kosten um 9.000 Euro gestiegen sind, soll es in der Gebührensatzung unverändert bei 60 Euro für ein 120-Liter-Gefäß und 120 Euro für ein 240-Liter-Gefäß bleiben. Dies wird ermöglicht durch eine erhöhte Quersubventionierung aus dem Bereich des Restmülls.

Erhöhte Kosten sind in den Gebührenhaushalten zu Niederschlags- und Schmutzwasser zu verzeichnen. Zu diesen 60.000 Euro Mehrkosten im Vergleich zum Vorjahr kommen 50.000 Euro mehr Unterhaltungskosten, da mehr Kamerafahrten durchgeführt werden mussten. Auch die Umlage an den Lippeverband soll um 47.000 Euro steigen.

Durch eine Entnahme aus der Rücklage soll die Niederschlagswassergebühr beibehalten werden. Die Schmutzwassergebühr erhöht sich hingegen (auch durch eine geplante Zuführung in die Rücklage) gegenüber dem Vorjahr von 2,20 auf 2,70 Euro, die ermäßigte Schmutzwassergebühr von 1,10 auf 1,35 Euro.

Straßenreinigung wird deutlich teurer

Bei der Straßenreinigung konnten in den vergangenen Jahren die Gebühren reduziert werden, da noch Überschüsse aus der Rücklage entnommen werden konnten. Das ist nun vorbei, sodass eine deutliche Gebührenerhöhung notwendig wird. Bei Anliegerstraßen sind statt 29 Cent pro Meter im kommenden Jahr 68 zu zahlen, bei Straßen im innerörtlichen Bereich statt 26 Cent nun 61 Cent und im außerörtlichen Bereich statt 19 Cent nun 46 Cent.

Beim Winterdienst sind zwar die Kosten zwar gleich geblieben, aber auch in diesem Posten kann weniger Geld aus der Rücklage entnommen werden. Also steigen auch hier die Gebühren. An überörtlichen Straßen von 52 auf 65 Cent, an Straßen innerorts von 46 auf 58 Cent und an Anliegerstraßen von 41 auf 50 Cent pro Meter.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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