Gefährliche Kurve soll entschärft werden

Lichtenhagen/Tiefer Weg

„Muss denn erst ein Kind tot gefahren werden?“ Das fragt sich Alfons Düsterhus. Er hat in der vergangenen Woche an der Ecke Lichtenhagen/Tiefer Weg zwei gefährliche Situationen erlebt, in denen Autofahrer Kinder aufgrund des dort von der Gemeinde gelagerten Grünschnitts nicht gesehen hatten.

SCHERMBECK

, 24.03.2015, 18:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zwei gefährliche Situationen hat Alfons Düserhus an dieser Kurve an der Straße "Tiefer Weg" beobachtet, an der die Gemeinde Holzschnitt lagert.

Zwei gefährliche Situationen hat Alfons Düserhus an dieser Kurve an der Straße "Tiefer Weg" beobachtet, an der die Gemeinde Holzschnitt lagert.

Sowohl am Donnerstag als auch am Freitag seien Kinder dort nur haarscharf einem Verkehrsunfall entgangen, sagt Düsterhus. Am Freitag sei im Kurvenbereich der „Anlieger-frei“-Straße eine Klasse der Gemeinschaftsgrundschule unterwegs gewesen. „Die Kinder rannten wild umher. Ich habe der Lehrerin gesagt, dass ihre Kinder dort ganz schön gefährlich leben.“ Die Lehrerin sei zu den Kindern gerannt und genau in diesem Augenblick seien zwei Autos mit höherer Geschwindigkeit um die Kurve gekommen, so Düsterhus. Glücklicherweise hätten die Autofahrer die Kinder noch rechtzeitig gesehen.

Holzschnitt

Das Problem sieht Düsterhus in dem Holzschnitt, der an dieser Ecke, von Bauzäunen gesichert und meterhoch gestapelt, von der Gemeinde beziehungsweise dem Bauhof gelagert wird. Erwachsene könne man vielleicht noch sehen, wenn man um die Kurve komme, so Düsterhus – Kinder nicht.

Gemeinde reagiert

Frank Hindricksen, Sprecher der Gemeinde, verschaffte sich nach Anfrage unserer Zeitung selbst ein Bild von der Situation. „Eigentlich müsste dort ein Tempo-30-Schild hängen. Ich habe angeordnet, dass es umgehend beschafft wird.“ Der Bauhof, so Hindricksen, solle den Grünschnitt nun kurzfristig beseitigen. „Außerdem soll der Bauzaun, der direkt am Weg ist, einen Meter weiter vorgerückt werden“, so Hindricksen. Zudem wolle er mit der Schulleitung der Gemeinschaftsgrundschule Kontakt aufnehmen und auf die Gefährlichkeit dieser Stelle hinweisen. Im Dezember war ein Mann bei einem Verkehrsunfall an derselben Stelle ums Leben gekommen. Die Unfallkommission sei im Januar allerdings zu der Erkenntnis gelangt, dass der von der Gemeinde dort gelagerte Grünschnitt „nicht ursächlich gewesen sei“, so Hindricksen.   

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