Gegen Insektensterben: Bürger sollen Flächen für Blühwiesen zur Verfügung stellen

Blühwiesen

Dramatisch zurückgegangen ist die Zahl der Insekten. Klimaschutzmanager Thomas Heer will gegensteuern und sucht Bürger, die Flächen für Blühwiesen zur Verfügung stellen.

Schermbeck

, 07.10.2019, 11:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gegen Insektensterben: Bürger sollen Flächen für Blühwiesen zur Verfügung stellen

Blühstreifen wie diesen am Bösenberg hat die Gemeinde Schermbeck angelegt. Klimaschutzmanager Thomas Heer sucht nun Bürger, die dafür ihre eigenen Flächen zur Verfügung stellen. © Berthold Fehmer

Im Schnitt gehen Forscher von einem Rückgang der Insekten um 80 Prozent seit den 1980er-Jahren aus. Pestizide, Monokulturen und zu wenig naturbelassene Wiesen sind nur einige Gründe. „Vielerorts gibt es zwar ausreichend Grünanlagen und Gärten, doch sind diese oft durch monotone Rasen- oder Schotterflächen geprägt“, sagt Thomas Heer, Klimaschutzmanager der Gemeinde Schermbeck.

Die Gemeinde sucht nun Potenzialflächen, auf denen sich naturnahe Blühstreifen und Wildblumenwiesen anlegen lassen. Wer im Besitz einer solche Fläche ist, kann sich bis zum 31. Oktober 2019 bei Thomas Heer (thomas.heer@schermbeck.de, Tel. 02853-910340 oder per Post an Weseler Straße 2, 46514 Schermbeck) melden.

Hinweistafeln sollen über Biotope informieren

Hinweistafeln sollen über die neuen Biotope informieren und einen Beitrag zur Umweltbildung leisten. Von der Aktion ausgeschlossen sind Flächen im Naturschutzgebiet.

Für die Umwandlung der Flächen entstehen den Grundstückseigentümern keine Kosten. Zur Pflege der Blühwiesen sollen Vereinbarungen zwischen der Gemeinde und dem Grundstücksbesitzer getroffen werden. Der Pflegeaufwand gilt als relativ gering, da eine Blühwiese nur ein- bis zweimal im Jahr gemäht werden muss.

Alle Vorschläge werden durch die Verwaltung auf Umsetzbarkeit geprüft, da unterschiedliche Vorgaben und Ansprüche beachtet werden müssen.

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