Häufiges Fischsterben: Gründe bislang ungeklärt

Im Mühlenteich

Seit mehreren Jahren beklagen einige Bürger die auffällige Erscheinung, dass einige Wochen nach dem Feuerwerk im Rahmen des Festes "Schermbeck genießen" ein Fischsterben zu beobachten sei. Aus diesem Grund ist mittlerweile auch der Naturschutzbund eingeschaltet.

SCHERMBECK

, 17.09.2014, 16:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die fast kreisrunden Zerstörungen der Seerosen auf dem unteren Mühlenteich führen einige Bürger auf das Feuerwerk beim Fest »Schermbeck genießen« zurück.

Die fast kreisrunden Zerstörungen der Seerosen auf dem unteren Mühlenteich führen einige Bürger auf das Feuerwerk beim Fest »Schermbeck genießen« zurück.

Bereits am 8. März hat die Fraktion "Bürger für Bürger" den Landrat gebeten zu kontrollieren, ob das Schermbecker Feuerwerk auf dem Mühlenteich die Voraussetzungen erfülle, Tiere und Menschen zu schützen. Am 27. März antwortete der Fachdienst Naturschutz, Landwirtschaft, Jagd und Fischerei: "Eine Rückfrage beim Ordnungsamt der Gemeinde Schermbeck hat ergeben, dass dort in den letzten zwölf Jahren ein vermeintliches Fischsterben aufgrund des Seefeuerwerks nicht bekannt geworden ist." In diesem Jahr haben die Bürger nicht nur erneut ein Fischsterben beobachtet, sondern auch kreisförmige Verbrennungen der Seerosen auf dem Mühlenteich. Sie sehen einen eindeutigen Zusammenhang zum Feuerwerk. Die Pressestelle der Gemeindeverwaltung teilte auf Anfrage mit, dass kein Zusammenhang zwischen dem Verwelken von Seerosen und dem "Niedergang von Feuerwerksresten" erschlossen werden könne. Die Veränderungen der Seerosen seien bereits vor der besagten Veranstaltung sichtbar.

In der vergangenen Woche hat der BfB-Vorsitzende Klaus Roth die Naturschutzbund-Kreisgruppe Wesel eingeschaltet. Die Umweltschützer werden gebeten mitzuteilen, "ob Gefahren durch die in den Mühlenteich fallenden Sprengkörper für Fische und Pflanzen ausgehen" und welche Möglichkeiten es gibt, "ein derartiges Feuerwerk an diesem Standort zu verbieten".  

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