Hausmeister entdeckte Steckdosen, wo eigentlich keine sind

Geldautomaten waren manipuliert

SCHERMBECK/RAESFELD Manipuliert waren Geldautomaten der Volksbanken in Schermbeck und Raesfeld. In Schermbeck konnten im Rahmen der Ermittlungen zwei Personen festgenommen werden. Ob es einen Zusammenhang mit einem ähnlichen Fall in Raesfeld gibt, muss noch durch Datenabgleiche geklärt werden.

von Von Rüdiger Eggert

, 12.10.2009, 18:06 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Rahmen der anschließenden Ermittlungen stellten die Polizisten fest, dass zunächst unbekannte Täter an der Eingangstür zur Filiale als auch an den beiden Geldausgabeautomaten elektronische Einrichtungen zur Ausspähung von Daten (Kartendaten und PIN) angebracht hatten, so genanntes „Skimming“. Nachdem die von den Tätern angebrachten Geräte unbrauchbar gemacht wurden, gelang es den Polizisten am Samstagnachmittag zwei Männer (24 und 25 Jahre) aus Osteuropa auf frischer Tat festzunehmen, als sie die Filiale wieder aufsuchten und die Geräte wieder abbauen wollten. Am Sonntag wurden sie dem Haftrichter vorgeführt, es wurde Haftbefehl erlassen.

Parallelen scheint es zu dem Fall im benachbarten Raesfeld zu geben. „Am vergangenen Wochenende hat es an unseren Geldautomaten im SB-Bereich Anbauten und Manipulationen gegeben“, so Hermann Burbaum, Vorstand der Volksbank Raesfeld. Die Polizei in Wesel bestätigte Kontakt zu den ermittelnden Kollegen in Borken. „Die Daten müssen aber erst noch verglichen werden“, so die Pressestelle der Polizei in Wesel. Allerdings soll es sich um „gleichartige“ Geräte handeln. „Wir sind nicht betroffen, das Kartenlesegerät am Eingang haben wir schon vor einiger Zeit entfernt“, so Ralf Steiger von der Volksbank Erle.

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