Heidrun Hoch verabschiedet sich in den Ruhestand

Burg-Apotheke in Schermbeck

Ihre Weihnachtsgrüße an die Kunden hat Dr. Heidrun Hoch in diesem Jahr um die Ankündigung ergänzt, die Leitung der Schermbecker Burg-Apotheke zum Jahreswechsel in jüngere Hände zu übergeben.

Schermbeck

von Helmut Scheffler

, 29.12.2017, 17:35 Uhr / Lesedauer: 3 min
Heidrun Hoch verabschiedet sich in den Ruhestand

„Ich weiß, dass ich Sie, meine Mitarbeiterinnen und die Burg-Apotheke vermissen werde, aber irgendwann ist es Zeit, sich vor Augen zu führen, dass nichts im Leben ewig dauern kann“, klingt es ein wenig wehmütig aus den Zeilen einer Vollblut-Apothekerin, die 22 Jahre lang in Schermbeck tätig war.

Übernahme vor 22 Jahren

Am 1. September 1995 übernahm Dr. Heidrun Hoch die Burg-Apotheke an der Schermbecker Mittelstraße. Die gebürtige Wiesbadenerin hatte Pharmazie an der Universität in Marburg studiert und in späteren Jahren noch ein Studium der Kommunikationswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität in München absolviert.

In Schermbeck übernahm sie vor 22 Jahren alle Mitarbeiter der Burg-Apotheke und setzte von Beginn an stark auf eine enge Zusammenarbeit mit den Ärzten und Dienstleistern in den vielfältigen Gesundheitssektoren der Gemeinde Schermbeck.

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Ein im Berufsalltag erkanntes Defizit an Informationen für Diabetiker veranlasste Dr. Hoch auf Bitten zahlreicher Kunden, eine Diabetes-Selbsthilfegruppe ins Leben zu rufen. Nach dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ gründete Dr. Hoch in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Diabetiker Bund im Januar 1999 eine Schermbecker Selbsthilfegruppe. In dreizehn Jahren fanden zirka 130 Veranstaltungen mit zahlreichen Referenten statt, darunter Fachvorträge, praktische Anleitungen, Ausflüge, Kochveranstaltungen und vieles mehr.

Politik erkannte Bedarf



2004 wurde aus der Selbsthilfegruppe ein gemeinnütziger Verein, die „Rheinisch-Westfälische Diabetes Selbsthilfe Schermbeck/Dorsten e.V.“, der bis 2013 bestand. Zwischenzeitlich hatte auch die Politik den Bedarf erkannt und Schulungsprogramme etabliert.

„Im Mittelpunkt allen Tuns stand immer der Mensch“, versichert Dr. Heidrun Hoch am Ende ihrer 22-jährigen Leitung der Apotheke. Mit erfolgreichen Kundenberatungsgesprächen hatte sie sich schon in ihrer Doktorarbeit befasst.

Über Ihre Arbeit als Apothekerin vor Ort hinaus war und ist Dr. Heidrun Hoch auch schon viele Jahre berufspolitisch und ehrenamtlich engagiert. So gehörte sie unter anderem mehrere Legislaturperioden hindurch dem Vorstand der Apothekerkammer Nordrhein an und ist weiterhin Mitglied der Kammerversammlung.

Mitglied im Rat



Vier Jahre lang war sie Ratsfrau in Dinslaken. Seit 2004 ist sie Vorsitzende der TGL, der Tarifgemeinschaft der Apothekenleiter Nordrhein. Falls sie Ende Januar im Amt bestätigt wird, übernimmt sie für weitere drei Jahre die arbeitsrechtliche Unterstützung der Apotheker und deren angemessene Vertretung bei Tarifverhandlungen.

„Ich danke unseren Kunden, die mir all die Jahre ihr Vertrauen geschenkt haben. Es hat mir sehr viel Freude gemacht“,, nennt Dr. Hoch in der Rückschau als besonderen Grund für ihre Bereitschaft, zusammen mit einem Team, auf das sie sehr stolz ist, alles getan zu haben, um der Bevölkerung eine optimale Versorgung in einem wichtigen Teilbereich der Medizin zu ermöglichen.

Nachfolge geregelt



Ihrer Nachfolgerin, der Apothekerin Ute Hecht-Neuhaus, wünscht Dr. Hoch, „dass die Kunden ihr ebenso jenes Vertrauen entgegenbringen, das sie mir über so viele Jahre hinweg geschenkt haben.“ Ihrem Mitarbeiterteam, das komplett von ihrer Nachfolgerin übernommen wird, wünscht Dr. Hoch einen erfolgreichen Start an der Seite der neuen Apothekenleiterin.
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„Ich habe mich immer bei Ihnen wohlgefühlt, weil der Umgang sehr herzlich und persönlich war.“ Diese Versicherung der langjährigen Kundin Helene Szyszka aus Bricht steht stellvertretend für die vielen Dankesworte und wohlgemeinten Wünsche der letzten Tage für den Ruhestand, in dem nun für Dr. Hoch etwas mehr Zeit für Freunde und Familie, kulturelle Veranstaltungen und auch zum Golfen oder zum Lesen bleibt.

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