Bei einer stabilen Inzidenz unter 100 würde die Ausgangssperre wegfallen - die Polizei müsste dies dann nicht mehr kontrollieren. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Inzidenz unter 100: Bald neue Freiheiten für Schermbeck und Raesfeld?

Mit dem Unterschreiten der Wocheninzidenz von 100 könnten bald wieder neue Freiheiten in Schermbeck und Raesfeld einkehren. Ein hoffnungsfroher Ausblick auf die nächsten Tage.

Die Beschränkungen der Bundesnotbremse bei Werten von 150, beziehungsweise sogar 165 im Kreis Wesel, sind erst einmal passé. Nun deutet die Inzidenz-Entwicklung in den Kreisen Wesel und Borken daraufhin, dass auch die Corona-Regeln für Werte über 100 in Schermbeck und Raesfeld bald fallen könnten.

Das passiert allerdings erst, wenn die vom Landeszentrum Gesundheit veröffentlichten Inzidenzwerte an fünf Werktagen (Sonntag wird nicht mitgezählt, ebenso Christi Himmelfahrt am Donnerstag) in Folge die 100 unterschreiten. Das muss vom Gesundheitsministerium offiziell festgestellt werden. Zwei Tage später treten die neuen Regeln dann in Kraft. Immerhin: Am Samstag (8. Mai) um 6 Uhr lagen die Werte laut LZG im Kreis Wesel bei 87,2 (minus 15,4) und im Kreis Borken bei 99,1 (minus 5,9), am Sonntag im Kreis Wesel bei 92,8 und im Kreis Borken bei 98,3.

Frühestens am Freitag (14.) wären dann die fünf Werktage vorbei, die dann Lockerungen frühestens am Sonntag (16.5.) ermöglichen würden.

Ausgangssperre würde wegfallen

Prominentestes Beispiel für Maßnahmen jenseits der 100 ist die vieldiskutierte Ausgangssperre in den Nachtstunden, die dann wegfallen würde. Auch bei den Kontaktbeschränkungen wären dann wieder Treffen in der Öffentlichkeit möglich für Angehörige des eigenen Haushalts plus eine Person eines weiteren Haushalts oder insgesamt bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten.

Beim Einkauf für den täglichen Bedarf (etwa Supermärkte) dürften wieder mehr Kunden in die Läden: Bis 800 Quadratmeter eine Person pro 10 Quadratmeter, ab 800 Quadratmeter eine Person pro 20 Quadratmeter. Beim Einkauf, der über den täglichen Bedarf hinaus geht, dürfte weiterhin pro 40 Quadratmetern nur ein Kunde in den Laden, doch dieser müsste kein tagesaktuelles negatives Testergebnis mehr vorweisen.

Sport im Freien (auch auf Außensportanlagen) wäre bei Einhaltung der allgemeinen Kontaktbeschränkungen erlaubt – derzeit dürfen nur kontaktlose Individualsportarten betrieben werden. Kindern bis einschließlich 14 Jahren dürften Sport wieder in Gruppen von maximal 20 Personen betreiben.

Weiterhin keine Konzerte oder Theateraufführungen

Museen, Kunstausstellungen, Galerien, Schlössern, Burgen, Gedenkstätten und ähnliche Einrichtungen dürften nach vorheriger Terminbuchung wieder besucht werden (ein Person/40 Quadratmeter). Konzerte und Theateraufführungen bleiben weiterhin verboten.

Solarien dürften wieder betrieben werden. Fitnessstudios, Schwimmbäder oder Spielhallen müssen weiterhin geschlossen bleiben. Auch „nichtmedizinische körpernahe Dienstleistungen“ dürften bei einer stabilen Inzidenz unter 100 unter strengen Hygieneauflagen wieder erlaubt werden.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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