Bei der Müllabfuhr können sich die Schermbecker auf sinkende Kosten freuen. © picture alliance / dpa
Gebühren

Jahresbescheide ab kommender Woche: Einige Gebühren wurden erhöht

Die Jahresbescheide über Steuern und Abgaben werden ab dem 22. Januar verschickt. In einigen Bereichen wird es teurer - in anderen werden die Bürger deutlich entlastet.

Ohne Steuererhöhungen kommt Schermbeck in diesem Jahr (noch) aus. In der Gebührensatzung gibt es einige Änderungen. Die Kosten für die Abfallbeseitigung reduzieren sich, weil sich für die Gemeinde die ansatzfähigen Kosten gegenüber 2020 um rund 347.000 Euro reduzieren, da das Abfallentsorgungszentrum (AEZ) mit Ende des Jahres 2020 vollständig abgeschrieben ist.

Da sich aber auch die ansatzfähigen Erlöse bei Erträgen aus dem Verkauf von Altpapier, Alttextilien, Metallschrott und der Entnahme aus der Rücklage um insgesamt rund 65.000 Euro verringern, hat Kämmerer Frank Hindricksen für das Planungsjahr 2021 eine Gebührensenkung von insgesamt 280.000 Euro kalkuliert.

Restmüll-Abfuhr wird deutlich günstiger

Die Jahresgebühr für die Entleerung einer 40-Liter-Restmülltonne sinkt um 12 auf 81,60 Euro, bei der 240-Liter-Restmülltonne auf 489,60 Euro. 70-Liter-Säcke kosten weiterhin 10 Euro. Durch erhöhte Quersubventionierung bei der Biotonne bleibt der jährliche Gebührensatz unverändert bei 60 Euro für ein 120-Liter-Gefäß und bei 120 Euro für ein 240-Liter-Gefäß.

Die Gebühren für die Straßenreinigung steigen in der Reinigungsklasse S 1 (Anliegerstraßen) um 39 Cent auf 68 Cent pro laufenden Frontmeter. In der Reinigungsklasse S 2 (innerörtlicher Straßenverkehr) steigen die Gebühren um 35 auf 61 Cent und in der Reinigungsklasse S 3 (überörtlicher Straßenverkehr) um 27 auf 46 Cent.

Winterdienst wird teurer

Auch beim Winterdienst wird es teurer. In der Reinigungsklasse W 1 (überörtlicher Straßenverkehr) betragen die Kosten je Frontmeter 65 Cent (Vorjahr: 52 Cent), in der Reinigungsklasse W 2 (innerörtlicher Straßenverkehr) 58 Cent (Vorjahr 46 Cent) und in der Reinigungsklasse W 3 (Anliegerstraßen) 50 Cent (Vorjahr: 41 Cent).

Im Gebührenhaushalt „Gewässerunterhaltung“ wurden Veränderungen der Ansätze gegenüber 2020 vorgenommen. Diese ergaben sich insbesondere durch die Übertragung von Flächen der Gewässerunterhaltung an den „Gahlener Torfvennverband“.

Änderungen beim Wasser- und Bodenverband in Gahlen

Hintergrund dafür ist die Veränderung des Einzugsgebietes des Wasser- und Bodenverbandes Gahlener Torfvenn. Im Juni 2020 hatte der Verbandsausschuss des Wasser- und Bodenverbandes Gahlener Torfvenn beschlossen, unter anderem das Verbandsgebiet zu ändern, welches nun etwa 910 Hektar umfasst.

Geändert haben sich auch die Gebühren für das Schmutzwasser. Die Kosten steigen für einen Kubikmeter um 50 Cent auf 2,70 Euro. Die ermäßigte Schmutzwassergebühr wird um 25 Cent auf 1,35 Euro pro Kubikmeter erhöht. Die Niederschlagswassergebühr bleibt im Jahre 2021 unverändert bei 60 Cent pro Kubikmeter.

Im Gebührenhaushalt „Grundstücksentwässerungsanlagen“ bleiben die Ansätze für das Haushaltsjahr 2021 im Bereich der Unternehmerkosten und der Entnahme aus der Rücklage nahezu unverändert. Durch einen gestiegenen Ansatz im Bereich der inneren Verrechnungen von rund 780 Euro und einem um 9 Cent höheren Verbandsbeitrag je Kubikmeter Schmutzwasser an den Lippeverband ergibt sich eine Erhöhung um 57 Cent pro Kubikmeter Entsorgungsmenge auf 10,88 Euro. Die Anfahrtspauschale bleibt unverändert bei 83,30 Euro.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Im Verlauf von mehr als vier Jahrzehnten habe ich das Zusammenwachsen von acht ehemals selbstständigen Gemeinden miterlebt, die 1975 zur Großgemeinde Schermbeck zusammengefügt wurden. Damals wie heute bemühe ich mich zu zeigen, wie vielfältig das Leben in meinem Heimatort Schermbeck ist.
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Helmut Scheffler

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