Johanniter-Unfall-Hilfe übernimmt die Schermbecker Rettungswache

mlzRettungswache

Die Johanniter-Unfall-Hilfe übernimmt die Schermbecker Rettungswache. Damit kommen die Schermbecker in den Genuss, das modernste Rettungsfahrzeug im Kreis in ihrem Ort zu haben.

Schermbeck

, 15.06.2020, 15:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zur offiziellen Übergabe war Landrat Ansgar Müller am Montag nach Schermbeck gekommen. „In den letzten Monaten haben wir deutlich gemerkt, wie wichtig das Gefühl Sicherheit für uns alle ist“, sagte er. Dass die Schermbecker sich nach dem Betreiberwechsel an der Rettungswache genau so sicher fühlen können, steht für Müller außer Frage.

Auch weil die Mitarbeiter der Johanniter-Unfall-Hilfe bereits in Schermbeck tätig geworden seien, wenn das Rettungsfahrzeug bereits in einem anderen Einsatz war. Trotzdem hatte die Ankündigung, dass aufgrund des neuen Rettungsdienstbedarfsplans die Rettungswagenbesatzung in Schermbeck nicht mehr aus Reihen der Feuerwehr Wesel, sondern der Johanniter bestückt werden sollte, für Unsicherheit in Schermbeck gesorgt.

Die Gespräche seien „intensiver als anderswo“ geführt worden, sagte auch Bürgermeister Mike Rexforth. Zum Teil habe dies auch damit zu tun gehabt, dass einige Mitarbeiter des bisherigen Rettungsdienstes in Schermbeck wohnten und den Ort nur ungern verlassen hätten. Einige habe er sogar schon im Zivildienst kennengelernt, so Rexforth, der allen Kräften für die „herausragende Arbeit in Jahrzehnten“ dankte.

Johanniter wechsel von Wesel nach Schermbeck

Diese Mitarbeiter werden nun die neue Rettungswache in Hamminkeln mitversorgen, die Johanniter wechselten von Wesel nach Schermbeck. Thorsten Mehr von den Johannitern freut das sicherlich besonders, denn er wohnt in Schermbeck.

Diskussionen hatte es auch um das „Schermbecker Modell“ gegeben, dass Hausärzte auch als Notärzte im Einsatz sind. Barthel Jung und Franz-Josef Leßmann werden dies auch weiterhin tun.

„Wir können unser Handwerk“

Die Johanniter-Unfall-Hilfe sei Ausbildungsbetrieb, so Rexforth: „Kein Bürger muss hier glauben, dass er nicht in guten Händen ist.“ In der 110 Quadratkilometer großen Gemeinde würden Navis die Kräfte am Anfang sicher zum Ziel führen. Jens Bleckmann, Leiter der Verwaltung des Regionalverbands Rhein-Ruhr der Johanniter: „Wir können unser Handwerk.“

In 24-Stunden-Schichten wird die Rettungswache weiterhin von mindestens zwei Kräften an sieben Tagen die Woche besetzt sein. Es könne auch ein Auszubildender hinzukommen, so Bleckmann. Der Rettungswagen ist der derzeit der neueste im Kreisgebiet. So biete er nicht nur bei der Schmerzbehandlung neue Technik, sondern sei auch auf zukünftige Anforderungen vorbereitet, sagt Bleckmann: beispielsweise auf elektrische Tragen.

Lesen Sie jetzt