Kilian per Handschlag eröffnet

SCHERMBECK Im Festzelt der Altschermbecker Kiliangilde an der Freudenbergstraße eröffneten beide Kiliangilden am Samstag das bedeutendste Volksfest der Gemeinde Schermbeck.

von Von Helmut Scheffler

, 13.07.2008, 16:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für die Schermbecker Kilianer, die in diesem Jahr auf ihr mindestens 406-jähriges Bestehen zurückschauen können, begann das fünftägige Volksfest bereits am Freitag mit dem Eröffnungsball. Die Top-40-Band „SMILE“ hielt die Gäste bis sehr lange nach Mitternacht bei guter Laune. Die amtierenden Majestäten Jens Hindricksen und Yvonne Grewing und ihr Throngefolge genossen das Bad in der Menge der Untertanen.

Am späten Samstagnachmittag versammelten sich die Kilianer am Ehrenmal neben dem Rathaus. Reiterzug, Offiziere, Vorstand und die Feuerwehr standen im weiten Karree, als der von Günter Messing dirigierte Männergesangverein „Eintracht“ mit dem feierlichen „Im Abendrot“ und dem Wunsch „Gib, uns Herr, den Frieden“ die Rede des Präsidenten Günther Beck vorbereitete. Beck gedachte der Verstorbenen aus den Reihen der Kilianer, bevor er einen Kranz am Ehrenmal niederlegte, während die Stadtkapelle Ahaus das Lied vom guten Kameraden erklingen ließ.

Neun Schüsse aus der "Dicken Berta"

Zum zweiten Mal in der Geschichte der Gilde signalisierten Heinrich Stappert, Hubert Rüter und Adi Rottmann vom Böllerclub Hardinghausen mit neun Schüssen aus der „Dicken Berta“ das Ende der Feier am Ehrenmal.

Nach einem kurzen Getränkestopp im Festzelt begleitete das von Michael Knaak geleitete Tambourkorps Schermbeck eine kleine Abordnung der Kilianer über die mit grün-weißen Fähnchengirlanden geschmückte Mittelstraße in den Nachbarstaat, wo sie vom Präsidenten  Andreas Hülsdünker, von den Vorstandsmitgliedern und dem Altschermbecker Thron um Holger Scheidt und Doris Stenkamp begrüßt wurden. „Möge Kilian wieder für Ordnung, Einigkeit und Frohsinn stehen!“, wünschte Hülsdünker, bevor beide Präsidenten per Handschlag das gemeinsame Fest eröffneten. Während des einstündigen Aufenthaltes in Altschermbeck unterhielt die Blaskapelle „Einklang“ die Gäste.

Kette für Kaiser Ulli Habsguth

Über beide gut besuchten Kirmesplätze zogen die Schermbecker Kilianer zurück ins eigene Festzelt am Rathaus, wo Präsident Beck dem neuen Kaiser Ulli Halbsguth im Beisein des ersten Kaisers der Gilde, Lothar Vennhoff, eine Kette als Zeichen der Kaiserwürde umhängte.

Für 20-järigen aktiven Dienst in der Gilde wurde der jetzige Major Sven Nuyken ausgezeichnet, der 1988 als Standartenoffizier begann. Viel Lob gab es von Beck für Johannes Hoppius, der 30 Jahre lang als Schießmeister auf der Vogelrute fungierte. „Du hast“, so Beck, „dein Hobby in den Dienst der Kiliangilde gestellt.“

Spenden für GAGU-Projekt

Bürgermeister Ernst-Christoph Grüter verband sein Grußwort mit der Bitte, ihn bei seiner Wette gegen die GAGU-Zwergenhilfe zu unterstützen, und mit dem Dank an den Aktions-Schirmherrn Günther Beck. Wenig später sammelte der zehnjährige Maurice Döhmer als lebender GAGU-Zwerg mit seiner Laterne Spenden für ein Kinderhaus in Sierra Leone.

Beim anschließenden Festball begleiteten die Stadtkapelle Ahaus und die Band „6th Avenue“ die tanzfreudigen Kilianer durch die Nacht.

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