Die Altschermbecker Kilianer haben mit der Umgestaltung des Kreisverkehrs an der Freudenbergstraße und mit der Neugestaltung des Platzes vor dem Kilian-Bildstock begonnen. © Helmut Scheffler
Kiliangilde

Kreisverkehr und Kilian-Bildstock sollen zum Blickfang werden

Das Aussehen des Kreisverkehrs an der Freudenbergstraße war für die Altschermbecker Kilianer schon lange ein Ärgernis. Jetzt nehmen sie die Sache selbst in die Hand.

Als die LEADER-Region Lippe-Issel-Niederrhein auf Zuwendungen zur Förderung der Strukturentwicklung des ländlichen Raumes aufmerksam machte und für eine Beteiligung am Förderprogramm für Kleinprojekte warb, stand für den von Gregor Zens geleiteten Vorstand der Kiliangilde Altschermbeck fest: „Da machen wir mit.“

Um die gesamte Fördersumme in Höhe von 135.000 Euro auf möglichst viele Projekte verteilen zu können, wurde der Betrag der maximal förderfähigen Gesamtkosten für ein Projekt auf 20.000 Euro festgelegt. An diese Höchstsumme wären die Kilianer mit dem Kreisverkehr allein nie herangekommen.

Ein Projekt – vier Maßnahmen

Deshalb bezogen Jürgen Aehling und Hendrik Bienbeck im Förderantrag zwei weitere Maßnahmen mit ein. Ihr Projekt mit dem Namen „Kleine Auszeit am Kreisverkehr – Im Herz von Altschermbeck“ listete auf: Bepflanzung des Kreisverkehrs, Schaffung von Sitzmöglichkeiten, Errichtung einer Infotafel zum geschichtlichen Hintergrund des Kilian-Bildstocks sowie die Infrastrukturleistungen für die Wasser- und Stromversorgung.

Als Fördersumme wurden 11.838,73 Euro festgelegt. 20 Prozent der Herstellungskosten muss die Gilde übernehmen. Das macht sie durch Manpower. Die Bauleitung übernahmen Daniel Wachtmeister und Herbert Aldenhoff. Stefan Hörning kümmerte sich um die Wasserversorgung, Andreas Hülsdünker um die Stromversorgung.

Graben für Wasser und Strom

Im ersten Schritt wurde von der nahen Kindertageseinrichtung St. Ludgerus aus ein 50 Meter langer Graben für die Verlegung von Wasser- und Stromleitungen angelegt. Christian Werner von der Firma „BWR“ stellte kostenlos einen Minibagger zur Verfügung. Der Graben führt am Standplatz des Kilian-Bildstocks vorbei. Von da sollen in den nächsten Tagen unter der Freudenbergstraße hindurch Leitungswege zum Kreisverkehr gebohrt werden für eine wassersparende Tröpfchen-Bewässerung auf der Insel.

Mit der Neugestaltung des Platzes vor dem Kilian-Bildstock waren die Kilianer am Samstag beschäftigt. Der alte Pflanzenbestand, der jährlich von den amtierenden Majestäten und dem Throngefolge ergänzt wurde, ist inzwischen entfernt worden. Mit Spaten und Motorhacken wurde das üppige Wurzelwerk entfernt. Auch die beiden Ehrenherren Berthold Bienbeck und Werner Besten packten kräftig an. Der Minibagger erleichterte das Planieren des Pflanzbeetes.

Für die Bepflanzung des Kilian-Vorplatzes und des Kreisverkehrs stehen den Kilianern zwei Fachleute zur Seite: Gärtnermeister Berthold Bienbeck als Fachmann im Bereich Baumschule und Gartenarchitekt Christoph Wieschus.

Sitzgelegenheiten aus Recycling-Kunststoff

Im vorderen Bereich des Vorplatzes des Kilian-Bildstocks wird eine größere Sitzgelegenheit geschaffen. Bänke und ein Tisch sollen aus umweltschonenden und hochwertig aufbereiteten Recyclingkunststoffen bestehen. Die vergrößerte Sitzgelegenheit wird von den Wanderern und Radlern sicherlich gerne genutzt werden, die auf dem Hohe-Mark-Steig, auf der Drei-Flüsse-Route und auf dem Weg „Rund um Schermbeck“ unterwegs sind.

Eine Infotafel soll an das Leben des heiligen Kilian erinnern, für den der Raesfelder Bildhauer Ferdi Löchteken vor einem Vierteljahrhundert den Bildstock schuf, der am 28. Juni 1997 enthüllt wurde. An den „Apostel des Frankenlandes“ erinnert auf einer alten Brücke in Würzburg eine Statue, die den heiligen Kilian mit einem goldenen Schwert zeigt. Dieser Statue ist der Schermbecker Bildstock nachempfunden, allerdings wird Kilian in Altschermbeck nicht mit einem Schwert dargestellt, sondern mit einem Bischofsstab.

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Freier Mitarbeiter
Im Verlauf von mehr als vier Jahrzehnten habe ich das Zusammenwachsen von acht ehemals selbstständigen Gemeinden miterlebt, die 1975 zur Großgemeinde Schermbeck zusammengefügt wurden. Damals wie heute bemühe ich mich zu zeigen, wie vielfältig das Leben in meinem Heimatort Schermbeck ist.
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Helmut Scheffler

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