Kriminalitätsstatistik: Der Kreis Wesel wird sicherer - Schermbeck nicht

mlzKriminalstatistik

So wenige Straftaten wie seit 26 Jahren nicht mehr meldet Landrat Ansgar Müller für den Kreis Wesel. In Schermbeck sind die Fallzahlen hingegen gestiegen, die Aufklärungsquote sank.

Schermbeck

, 19.03.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Die gute Statistik zeigt, dass das Leben der Menschen im Kreis Wesel wieder ein Stück sicherer geworden ist“, so Müller, der auch Chef der Kreispolizei ist. Die Zahl der Straftaten ist von 25.582 Taten (2018) auf 23.278 Taten (2019) gesunken. Das sind rund 2300 Straftaten weniger.

In Schermbeck zeigt sich ein anderes Bild: Statt 492 Straftaten (2018) gab es 2019 insgesamt 513. Gleichzeitig sank die Aufklärungsquote von 51,2 Prozent im Jahr 2018 auf 49,5 Prozent im Jahr 2019.

Steiler Anstieg bei Gewaltkriminalität

Einen steilen Anstieg verzeichnet die Polizei für Schermbeck in der Sparte Gewaltkriminalität: Von elf Taten im Jahr 2018 ging es auf 17 Taten im Jahr 2019 hoch. Dazu muss man allerdings auch feststellen, dass 2018 der mit Abstand niedrigste Wert der letzten Jahre gemessen wurde. 2015 waren es 17, 2016 waren es 19 und 2017 sogar 21 Gewalttaten. Und: Die Aufklärungsquote stieg 2019 auf 94,1 Prozent (2018: 81,8 Prozent)

Vier Fälle von Raub weist die Statistik für Schermbeck im Jahr 2019 auf, einen mehr als 2018. Auch bei gefährlichen und schweren Körperverletzungen stieg die Zahl von 8 Fällen (2018) auf 12 im Jahr 2019 an.

Mehr Sexualdelikte

Sexualdelikte nahmen zu: 14 Fälle wurden 2019 gemeldet. Ein problematischer Trend zeigt sich hier: Von einem Fall 2015 auf zwei Fälle 2016, von 5 im Jahr 2017 auf 10 im Jahr 2018. Die Aufklärungsquote lag allerdings im Jahr 2019 bei 100 Prozent.

Eine positive Entwicklung ist bei Diebstählen zu sehen. Hier sanken die Fallzahlen in Schermbeck von 266 (2017) auf 182 (2018) und auf 175 (2019). Auch die Aufklärungsquote verbesserte sich leicht von 13,2 Prozent (2018) auf 15,4 Prozent im Jahr 2019. Drei Fälle von Kraftfahrzeug-Diebstahl meldet die Polizei 2019 - ein Jahr vorher lag die Zahl bei Null. 37-mal wurde aus Kraftfahrzeugen 2019 etwas gestohlen - 28 Fälle waren es 2018. Die Zahl der Fahrraddiebstähle blieb konstant bei 30 Fällen.

Weniger Wohnungseinbrüche

Gesunken ist die Zahl der Wohnungseinbrüche von 26 (2018) auf 16 (2019). Betrugsdelikte legten zu auf 42 Fälle, neun mehr als 2018. 23 Fälle von Waren- und Kreditbetrug bedeuteten einen Anstieg um fünf im Vergleich zum Vorjahr. 26 Rauschgiftdelikte meldet die Polizei für 2019, 11 weniger als im Vorjahr.

Als Tatverdächtige ermittelte die Polizei 170 Erwachsene, 12 Heranwachsende, 25 Jugendliche und 4 Kinder.

Laut der Kriminalitätshäufigkeitszahl, die die Straftaten auf 100.000 Einwohner hochrechnet, um Kommunen vergleichbar zu machen, steht Schermbeck immer noch gut da: Mit 3772 erreicht die Gemeinde rechtsrheinisch im Kreis den zweitbesten Wert nach Hamminkeln.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt