Tiefe Schlaglöcher finden sich mittlerweile an einigen Stellen im Brüner Weg. Die Gemeinde Schermbeck beantragt erneut einen Landeszuschuss. © Berthold Fehmer (A)
Straßensanierung

Maroder Brüner Weg soll weiter saniert werden – Zuschuss beantragt

Für die Sanierung des Brüner Weges hat die Gemeinde Schermbeck gute Chancen, für einen weiteren Bereich Fördergelder zu bekommen.

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz in NRW hat mit dem Erlass von Förderrichtlinien zur nachhaltigen Modernisierung der ländlichen Infrastruktur konkret die Möglichkeit geschaffen, dass Gemeinden für die Sanierung von Wirtschaftswegen Landeszuschüsse beantragen können.

Maximale Förderung beträgt 500.000 Euro

Zwischen 60 und 70 Prozent der zuwendungsfähigen Bau- und Baunebenkosten können gefördert werden, maximal 500.000 Euro. Weil auch die LAG Lippe-Issel-Niederrhein diese Maßnahme insbesondere aus touristischen Aspekten mit den LAG-Entwicklungszielen für besonders vereinbar hält, werden Möglichkeiten hinsichtlich einer Zuschussquote von 70 Prozent gesehen.

Nachdem die Bezirksregierung Düsseldorf am 1. Oktober 2020 eine Förderzusage für die Sanierung des Brüner Weges zwischen „Zum Brand“ und „Üfter Weg“ gegeben hatte, hat die Bewilligungsbehörde es auf Nachfrage als vorteilhaft bewertet, einen weiteren Förderantrag zu stellen, und zwar für jenen Teilbereich des Brüner Weges, der zwischen den Straßen „Am Fuchsbau“ und „Zum Elsenberg“ liegt.

Eigenanteil der Gemeinde beläuft sich auf rund 123.000 Euro

Einstimmig beschloss der Gemeinderat vor Weihnachten, für diesen Teilbereich einen Förderantrag zu stellen. Für die Sanierung des zweiten Bauabschnittes hat die Verwaltung Gesamtkosten in Höhe von rund 410.000 Euro ermittelt. Der Eigenanteil der Gemeinde beläuft sich auf rund 123.000 Euro. Diesen Betrag hat Kämmerer Frank Hindricksen im Entwurf des Haushaltsplanes für das Jahr 2021 im Produkt Wirtschaftswege ausgewiesen.

Die Verwaltung beurteilt die Erfolgsaussichten aus den begrenzten Zuschussmitteln als gut, weil die Gemeinde Schermbeck bereits über ein Wirtschaftswegekonzept verfügt. Dieses Konzept stuft den Brüner Weg in dem Bereich, der jetzt saniert werden soll, in die Wegekategorie B ein. Diese Kategorie weist multifunktionale Verbindungswege aus mit der Empfehlung, kurzfristig Maßnahmen durchzuführen.

Brüner Weg ist rund fünf Kilometer lang

Der fünf Kilometer lange Brüner Weg ist einer der am stärksten befahrenen Wirtschaftswege im Gemeindegebiet. Er hat eine bituminierte Fahrbahndecke mit einer durchschnittlichen Breite von 3 Metern und entspricht damit nicht mehr den heutigen Anforderungen. Die beiden Seitenbankette wurden stark beansprucht und müssen regelmäßig nachgebessert werden. Auch die Straßenoberfläche befindet sich in einem schlechten Zustand.

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Freier Mitarbeiter
Im Verlauf von mehr als vier Jahrzehnten habe ich das Zusammenwachsen von acht ehemals selbstständigen Gemeinden miterlebt, die 1975 zur Großgemeinde Schermbeck zusammengefügt wurden. Damals wie heute bemühe ich mich zu zeigen, wie vielfältig das Leben in meinem Heimatort Schermbeck ist.
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Helmut Scheffler

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