Müllverbrennungsanlage ist abgeschrieben - Gebühren sinken deutlich

mlzMüll

Weil die Müllverbrennungsanlage am Asdonkshof Ende 2020 abbezahlt ist, sollen die Müllgebühren im Kreis Wesel um 65 Prozent sinken. Was das konkret für die Schermbecker Bürger bedeutet.

Schermbeck

, 22.05.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Abfallgebühren für Haus- und Sperrmüll stellt der Kreis den Kommunen in Rechnung: eine Grundgebühr pro Einwohner bzw. sozialversicherungspflichtigem Beschäftigten und eine Leistungsgebühr pro Tonne Abfall. Landrat Ansgar Müller: „Wir schlagen dem Kreistag vor, die jährliche Grundgebühr von 21,50 Euro auf 2,50 Euro zu senken.“ Die Leistungsgebühr soll von 207 Euro pro Tonne auf 109 Euro sinken.

Insgesamt, so der Landrat, eine Reduzierung um rund 65 Prozent. Das ist möglich, weil die Verbrennungsanlage am Asdonkshof in Kamp-Lintfort Ende 2020 abbezahlt ist. Man werde, so Müller, dann eine Abfallgebühr im Kreis haben, „die zu den niedrigsten in Nordrhein-Westfalen gehört.“ Im Oktober soll die Gebührenhöhe für 2021 beschlossen werden.

Und in Schermbeck?

Was bedeutet das für die Schermbecker? Noch kann Bürgermeister Mike Rexforth keine finalen Zahlen liefern. Mit einer 65-Prozent-Reduzierung ihrer Müllgebühren können die Bürger nicht rechnen. Denn die Kreisgebühr ist nur ein Teil ihrer Gebühren: Kosten des Entsorgungsunternehmens, Personalkosten der Gemeinde, die Quersubventionierung der Biotonne und des Grünschnitts kämen hinzu, so Rexforth.

Nach einer Schätzung Rexforths könnten die Bürger aber „mit einer Reduzierung der Abfallgebühr um 30 bis 40 Prozent rechnen.“ Bei einem 120-Liter-Gefäß statt 280 Euro nur noch etwa 196 Euro.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt