Nanas machen die Volksbank bunter

Aktionstag des Hauses Kilian

"Wir gestalten unseren Ort“: Dieses Motto haben die Bewohner des Hauses Kilian, dem Schermbecker Wohnheim für Menschen mit Behinderungen, bei ihrem Aktionstag verfolgt, der von der Aktion Mensch initiiert wurde. Neugierige Blicke von Passanten waren ihnen und ihren Kunstwerken an der Volksbankfiliale auf der Mittelstraße dabei am Donnerstagnachmittag gewiss.

Schermbeck

, 08.06.2017, 17:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nanas machen die Volksbank bunter

Sieben "Nanas" haben die Bewohner des Hauses Kilian in den vergangenen Wochen angefertigt. Zum internationalen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung stellten sie ihre Figuren an der Volksbank Schermbeck aus.

Denn die Bewohner hatten mit etwas Unterstützung aus Drahtgestell, Gips und Pappmaschee sieben farbenfrohe Skulpturen geschaffen, die an die „Nanas“ der Künstlerin Niko de Saint Phalle erinnerten. Da rekelte sich etwa eine üppige grüne Nana vor dem Eingang der Volksbank, während eine blaue Nana im gelben Herzchenkleid mit rotem Herz in der Hand vor dem Briefkasten der Bank lehnte. Als habe sie gerade einen Liebesbrief abgeworfen. „Das passiert leider viel zu selten“, kommentierte dies Volksbank-Vorstand Norbert Scholtholt humorvoll und verwies anschließend auf die vielen gemeinsamen Aktionen, die die Volksbank mit dem Haus Kilian bereits durchgeführt hat. Schermbeck etwas bunter machen? Dieses Ziel hatten die Bewohner mit den Nanas erreicht. Die Vielfalt der Nanas – in der Volksbank waren noch weitere zu entdecken – sah Einrichtungsleiterin Birgit Förster als Beispiel für das echte Leben. „Wir sind alle vielfältig“, sagte sie. Dieses für alle präsent zu machen und den Inklusionsgedanken voranzutreiben, sei das Ziel des Aktionstages, den es in ähnlicher Form bereits vor einigen Jahren gab. Damals allerdings noch auf dem Schermbecker Marktplatz.

Sonnenfänger

„Sonnenfänger“, Blumen aus Plexiglas und Stoff, sowie ein zwölfteiliges Bild komplettierten am Donnerstag die Arbeiten der Bewohner des Hauses. Eigentlich hatte der Aktionstag bereits am 4. Mai stattfinden sollen, berichtete Einrichtungsleiterin Birgit Förster, da am 5. Mai der europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung sei. „Aus unterschiedlichen Gründen hat das an diesem Termin nicht geklappt.“ Obwohl sich der Publikumsandrang zu Beginn des Nachmittags in Grenzen hielt, kamen Betreuer, Bewohner und Passanten immer wieder ins Gespräch. Waffeln wurden gebacken, ab 17 Uhr wurde gegrillt.

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