Neues Wolfsverdachtsgebiet - Was das Umweltministerium jetzt auch für Schermbeck plant

Wolfsgebiet Schermbeck

Ein neues „Wolfsverdachtsgebiet“ wird im Oberbergischen Land ausgewiesen. Bei der Vorstellung kamen im Umweltministerium am Dienstag auch die Risse in Schermbeck zur Sprache.

Schermbeck

, 03.12.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neues Wolfsverdachtsgebiet - Was das Umweltministerium jetzt auch für Schermbeck plant

Im Oberbergischen Land gibt es ein neues Wolfsverdachtsgebiet. (Symbolbild) © picture alliance / Julian Strate

In NRW hat sich wahrscheinlich ein weiterer Wolf angesiedelt. Fotos und genetische Spuren an gerissenen Nutz- und Wildtieren legten nahe, dass eine Wölfin im Oberbergischen Land ortstreu geworden sei, teilte das Umweltministerium in Düsseldorf am Dienstag mit. Noch in dieser Woche werde ein „Wolfsverdachtsgebiet“ für die Region ausgewiesen.

In NRW haben sich seit 2018 drei Wölfe angesiedelt. Diskussionen gibt es vor allem um die Wölfin aus Wolfsgebiet Schermbeck: Immer wieder hat das Tier Zäune überwunden und Schafe getötet. Im November hatte das Umweltministerium erklärt, dass das Monitoring im Gebiet intensiviert werde. Schäfer Kurt Opriel, der acht Mal vom Wolf heimgesucht wurde, hatte beim Kreis Antrag auf Vergrämung des Wolfs gestellt.

„Streng geschütztes Tier“

Umweltstaatssekretär Heinrich Bottermann betonte, der Wolf sei ein streng geschütztes Tier. In NRW leben die Wölfe bislang alleine. Es sei möglich, dass sich auch ein Rudel ansiedele, sagte Bottermann.

Die Förderung etwa von Schafhaltern in Wolfsgebieten beim Herdenschutz ist bislang auf 20.000 Euro innerhalb von drei Jahren begrenzt. Für große Herden reiche der Betrag nicht, sagte Bottermann. Die Landesregierung habe bei der EU-Kommission einen Antrag auf Aufhebung der Begrenzung gestellt. 2019 stehen in NRW 885.000 Euro für Prävention in Wolfsgebieten zur Verfügung.

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