Bezirksregierung informiert, wo Raffinierierückstände gelagert werden dürfen und wo nicht

Ölpellets und Petrolkoks

Über „Ölpellets“ und „Petrolkoks“ wird zurzeit hitzig debattiert. Die Bezirksregierung Münster erklärt, wo man genaue Informationen findet. Und wo die Unterschiede liegen.

Schermbeck

13.01.2020, 12:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bezirksregierung informiert, wo Raffinierierückstände gelagert werden dürfen und wo nicht

Am Zaun der Tongrube Mühlenberg bei Hünxe warnt ein Schild vor dem unbefugten Betreten des Geländes. In der Tongube wurden jahrelang illegal Ölpellets und Raffinerierückstände entsorgt. © picture alliance/dpa

Im Zusammenhang mit den Stichworten „Petrolkoks“ und „Ölpellets“ kommt es in der öffentlichen Diskussion aktuell zu Irritationen über den Umgang mit Rückständen aus der Schwerölvergasung der Rheinland Raffinerie von Shell in Köln. Auslöser sind offenbar unterschiedliche Informationenstände. Daher hat die Bezirksregierung Münster den Sachstand und Hintergrund-Informationen noch einmal zusammengefasst.

In der Pressemitteilung weist die Bezirksregierung darauf hin, dass im Fokus der aktuellen Fragen unter anderem die Zentraldeponie Emscherbruch (ZDE) in Gelsenkirchen steht. Die Bezirksregierung betont, dass die dortige Entsorgung der Raffinerierückstände auf der ZDE entsprechend den abfallrechtlichen Vorgaben erfolgt.

Unbehandelter Rückstand wird nicht im Emscherbruch gelagert

Das bedeutet: Unbehandelter Rückstand aus der Shell-Raffinerie wurde und wird auf der Deponie Emscherbruch nicht entsorgt. Die Rückstände aus der Shell-Raffinerie werden von einem Fachunternehmen so aufbereitet, dass sie dauerhaft und sicher abgelagert werden können. Bei der Aufbereitung geht darum, die Konzentration des elementaren Kohlenstoffs und organischer Substanzen in den Rückständen zu senken.

Zum Hintergrund: Mitte Dezember wurde eine Liste mit 23 Standorten und Unternehmen veröffentlicht, die in der Vergangenheit und aktuell mit der Behandlung, Verwertung und Deponierung der Rückstände aus der Shell-Raffinerie befasst waren und sind, darunter auch die ZDE. Die ZDE ist als Deponie der „Deponieklasse III“ ausdrücklich für die Aufnahme „gefährlicher Abfälle“ ausgewiesen.

Dauerhafte Lagerung nur auf einer DK-III-Deponie

Die dauerhafte Ablagerung der Raffinerie-Rückstände auf einer DK-III-Deponie ist der vorgesehene Entsorgungsweg für aufbereitete Abfälle dieser Art. Betreiber der Deponie ist die AGR, eine 100prozentige-Tochter des Regionalverbands Ruhr (RVR), dessen Mitglied die Stadt Gelsenkirchen ist. Aufsichts- und Genehmigungsbehörde der ZDE ist die Bezirksregierung Münster.

Weitere Informationen zum Umgang mit Rückständen aus der Schwerölvergasung der Shell Rheinland-Raffiniere des MULNV unter: Infos zum Umgang mit Rückständen

Hier geht es zu den Fokus-Seiten der Bezirksregierung Münster zum Thema.

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