Parkdruck in Wohngebieten: Mehr Schilder oder mehr Kontrollen?

Parksituation

Einen „unhaltbaren Zustand“ sieht die SPD angesichts der Parksituation in den Wohngebieten: Die Durchfahrt sei oft so stark verengt, dass Einsatzfahrzeuge nicht mehr passieren könnten.

Schermbeck

, 08.12.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Parksituation in Schermbecker Wohngebieten ist immer wieder Thema der politischen Beratung. Im Sommer hatte die CDU zur Situation an der Kempkesstege (Foto) einen Antrag gestellt, nun schildert die SPD ähnliche Probleme an der Kilianstraße, Am Alten Friedhof oder am Bösenberg.

Die Parksituation in Schermbecker Wohngebieten ist immer wieder Thema der politischen Beratung. Im Sommer hatte die CDU zur Situation an der Kempkesstege (Foto) einen Antrag gestellt, nun schildert die SPD ähnliche Probleme an der Kilianstraße, Am Alten Friedhof oder am Bösenberg. © Berthold Fehmer (A)

Eine stetig wachsende Zahl an Fahrzeugen habe dazu geführt, dass sich die Parksituation in den Schermbecker Wohngebieten „erheblich verschärft“ habe, so SPD-Fraktionsvorsitzender Dieter Michallek in einem Antrag. In Nebenstraßen, wie etwa der Kilianstraße, Am Alten Friedhof oder dem Bösenberg, sei die Durchfahrt für Einsatzfahrzeuge teilweise nicht mehr möglich.

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Mehr Verbotsschilder oder Fahrbahnmarkierungen fordert die SPD. Der Gemeinde obliege die Verantwortung und die Fürsorgepflicht, so Michallek, dass die Einsatzfahrzeuge in der vorgegebenen Zeit ihre Ziele erreichen könnten.

Mehr Fahrzeuge

Marc Lindemann vom Ordnungsamt kann die Kritik nur teilweise nachvollziehen. Laut dem Landesamt für Statistik habe sich der Kraftfahrzeugbestand in Schermbeck tatsächlich vergrößert. Pro 1.000 Einwohnern habe es 2007 in Schermbeck 726 Kraftfahrzeuge gegeben, fünf Jahre später 9 Prozent mehr (795) und 2017 bezogen auf 2007 sogar 17 Prozent mehr (852).

Nach Auffassung der Verwaltung handele es sich aber nicht in den Wohngebieten um ein Beschilderungsproblem, sondern „um ein Vollzugsproblem der vorhandenen Verkehrszeichen und Regelungen“. Im ersten Quartal 2021 solle eine weitere Kraft zur Überwachung des ruhenden Verkehrs eingestellt werden. Dann würden drei Mitarbeiter pro Woche insgesamt 17 Stunden für diese Aufgabe zur Verfügung stehen.

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