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Polizei kontrolliert Rad- und Pedelecfahrer: 63 Verwarngelder

63 Verwarngelder und zwei schriftliche Verwarnungen waren die Bilanz einer Kontrolle von Rad- und Pedelecfahrern unter anderem in Schermbeck. Eines fiel dabei der Polizei besonders auf.
Reichlich Verwarngelder waren die Bilanz einer Polizeikontrolle unter Rad- und Pedelecfahrern unter anderem in Schermbeck. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

In Voerde, Hünxe und Schermbeck kontrollierte die Polizei am Mittwoch von 10 bis 18 Uhr Rad-und Pedelecfahrer. Dabei stellten die Beamten viele Verstöße fest:

Fahren auf der „falschen“ Seite, das Fahren über eine rote Ampel, Handynutzung oder das Fahren auf dem Gehweg waren nur einige Vergehen, deren Bandbreite die Polizei als „erschreckend vielfältig“ bezeichnet.

Sieben Ordnungswidrigkeitsanzeigen, zwei schriftliche Verwarnungen und satte 63 Verwarngelder waren die Folge. Der Polizei fiel dabei auf, dass die wenigsten Fahrer von Pedelecs oder E-Bikes einen Helm trugen. Bei den Fahrradfahrern war es niemand!

Dabei könne gerade für diese Zielgruppe ein Helm lebensrettend werden, so die Polizei, der es bei der Kontrolle „nicht nur um die Ahndung der Verstöße, sondern vor allem darum ging, die Radfahrer und ihre motorisierten Fahrer zu sensibilisieren“.

Drei getötete Rad- und Pedelecfahrer

Denn die Unfallstatistik des Jahres 2020 zeigt drei getötete Rad-und Pedelecfahrer und eine Steigerung der Unfälle, bei denen Pedelecfahrer auf den Straßen im Kreis Wesel im letzten Jahr verunglückten. Erst am Mittwoch kam es in Rheinberg zu einem Unfall, bei dem eine 65-Jährige Pedelecfahrerin schwere Kopfverletzungen erlitt.

Die Polizei rät deshalb allen Radlern, einen Helm zu tragen. „Nur etwa jeder fünfte Erwachsene benutzt einen Fahrradhelm. Seien Sie vor allem für Kinder und Jugendliche Vorbild und tragen Sie auch zum Schutz von sich selbst stets einen Helm – auch wenn es nur kurz ‚um die Ecke zum Bäcker‘ geht.“

„Geben Sie Ihrem Körper die nötige Zeit“

Ältere Fahrradfahrer sollten sich nach längeren Unterbrechungen erst einmal wieder ans Fahren und an ihr Rad gewöhnen, so die Polizei. „Geben Sie ihrem Körper die nötige Zeit, sich auf das Zweirad einzustellen und überfordern Sie vor allem nicht sich selbst.“ Geistig solle man sich stets fit und sicher fühlen, bevor man aufs Rad steigt, und Verkehrsregeln und Verkehrszeichen verinnerlichen.

Wichtig sei, so die Polizei: „Mit dem Pedelec oder E-Bike sind Sie deutlich schneller unterwegs als andere Radfahrer oder Fußgänger. Beachten Sie, dass sich Fahrverhalten, Bremsweg und Reaktionszeit entsprechend verändern und für alle schwieriger einzuschätzen sind!“ Man solle seine Fahrabsichten rechtzeitig und deutlich für alle anderen Verkehrsteilnehmer erkennbar machen. „Geben Sie Anderen die Möglichkeit, sich einzustellen und sich ihrer Fahrweise anzupassen. Fahren Sie miteinander, nicht gegeneinander!“

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