„Qualitätskilianer“ wurden ausgezeichnet

Lustiger Bataillonsnachmittag

Was macht einen „Qualitätskilianer“ aus? Der Bataillonsnachmittag der Schermbecker Kilianer brachte am Montag im Festzelt amüsante Antworten.

Schermbeck

, 17.07.2018, 14:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
"Ich bin jetzt Offizier, ich kann euch alle bestrafen." Dieser Satz wurde Jonas Russow von den Jungschützen beim Bataillonsnachmittag zum Verhängnis. Seine „Kälteresistenz“ wurde mit sechs Beuteln Eis getestet, die seine Kamerade ihm gerne in alle möglichen Öffnungen seiner Uniform stopften.

"Ich bin jetzt Offizier, ich kann euch alle bestrafen." Dieser Satz wurde Jonas Russow von den Jungschützen beim Bataillonsnachmittag zum Verhängnis. Seine „Kälteresistenz“ wurde mit sechs Beuteln Eis getestet, die seine Kamerade ihm gerne in alle möglichen Öffnungen seiner Uniform stopften. © Berthold Fehmer

Das Procedere ist seit Jahren bekannt: Wer beim Kilianfest über die Stränge schlägt, wird beim Bataillonsnachmittag bestraft. Das übernimmt normalerweise Christian Hötting, doch dem kam, wie er selbst sagte „ein Vogel dazwischen“. Den neuen König vertraten Michael Niessing und Wolfgang Lensing.

„Qualtätskilianer“

Das Wort „Qualitätskilianer“ habe Hötting geprägt, sagte Lensing. Viele Schützen würden über Kilian allerlei Schabernack treiben, um die Aufmerksamkeit von „Hötti“ zu erlangen. „Aufmerksamkeit durch Fehlverhalten“ würden das Sonderpädagogen nennen, so Lensing.

Weil die Frauen der Schützengilde am Sonntagabend Pullover und Decken rausgeholt hatten, da ihnen kalt war, mussten sie sich beim Bataillonsnachmittag warmtanzen.

Weil die Frauen der Schützengilde am Sonntagabend Pullover und Decken rausgeholt hatten, da ihnen kalt war, mussten sie sich beim Bataillonsnachmittag warmtanzen. © Berthold Fehmer

Um den Qualitätskilianer „messbar“ zu machen, wurden sieben Kritierien an ausgesuchten Delinquenten überprüft, die eine dreiköpfige Jury bewerten musste. Wer bestanden hatte, durfte sich einen Stempel von Christian Hötting abholen und eine Unterschrift der neuen Königin Christiane Paus.

Einer musste besonders leiden: Jonas Russow hatte zu den Jungschützen gesagt: „Ich bin jetzt Offizier, ich kann euch alle bestrafen.“ Er wurde mit drei Jungschützen ins Karree gerufen. Weil sie beim Antreten am Freitag zudem noch die Fahne vergessen hatten, ließ Lensing die drei einen Schnaps trinken, anschließend mit voller Geschwindigkeit und dem Kopf an der Lehne zehnmal um drei Klappstühle rennen. „Jetzt habt ihr zehn Minuten Zeit, um die Fahne aus der Schermbecker Mitte zu holen.“ Die Jungschützen bewiesen ihre Rotationstoleranz und schafften es in neun Minuten.

Weil sie wiederholt die Fahne vergessen hatten, mussten drei Jungschützen der Kiliangilde Schermbeck am Montag beim Bataillonsnachmittag im Festzelt ihre Rotationsfähigkeit beweisen: Zehnmal mit dem Kopf an der Lehne einen Stuhl umrunden und dann so schnell wie möglich die Fahne holen.

Weil sie wiederholt die Fahne vergessen hatten, mussten drei Jungschützen der Kiliangilde Schermbeck am Montag beim Bataillonsnachmittag im Festzelt ihre Rotationsfähigkeit beweisen: Zehnmal mit dem Kopf an der Lehne einen Stuhl umrunden und dann so schnell wie möglich die Fahne holen. © Berthold Fehmer

Russow hingegen musste die Stuhlumdrehungen nach einem warmen Schnaps schaffen. Und anschließend seine Kälteresistenz beweisen. Denn für seinen Offiziersspruch durften ihm seine Kameraden sechs Beutel mit Eiswürfel in alle möglichen Öffnungen seiner Uniform stopfen. Als Musik lief im Hintergrund „Like ice in the sunshine“.

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