Radweg Gahlen-Kirchhellen: Das fordert die Bürgerinitative

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Seit gut zwei Wochen wird der Radweg zwischen Gahlen und Kirchhellen gebaut. Dafür sind die Initiatoren dankbar, aber sie haben noch einige Forderungen.

Schermbeck, Kirchhellen

, 30.10.2019, 19:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das hat Günter Eickmann auch noch nicht erlebt. Der Polier der Bottroper Baufirma Eurovia staunte am Dienstag nicht schlecht, als in der Mittagspause Antonius und Mathilde Jansen, Stephan Peuler und Ferdi Butenweg auf der Baustelle an der Kirchhellener Straße erschienen, um dem siebenköpfigen Bautrupp zwei Körbe mit Esswaren zu überreichen.

„Wir möchten uns bei Ihnen und Ihren Mitarbeitern für den zügigen Fortgang der Arbeiten am Fahrradweg bedanken“, nannte Antonius Jansen als Grund für das Geschenk. Auf diesen Moment hat Antonius Jansen lange warten müssen.

Drei Jahrzehnte

Vor drei Jahrzehnten sah noch alles nach einem zügigen Bau des Fahrradweges entlang der Bestener und der Kirchhellener Straße aus. Mit dem Bau der Umgehungsstraße wurde ein Fahrradweg an der Bestener Straße angelegt, der aber nach etwa 200 Metern an der Bruchstraße aufhörte. Um eine Verlängerung nach Kirchhellen zu erreichen, setzten sich regelmäßig Gahlener Ratsmitglieder aus SPD und CDU ein. Besonders hartnäckig blieb Antonius Jansen, der lange als Einzelkämpfer unterwegs war.

Im November 2012 wurde von Stephan Peuler und Michael Noske eine Bürgerinitiative (BI) gegründet, der sich auch Antonius Jansen anschloss. Am 13. Dezember 2013 folgte die RVR-Verbandsversammlung dem Vorschlag des RVR-Planungsausschusses und setzte den Radweg auf Platz 1.

2,50 Meter breiter Radweg

Auf der Bestener Seite des Radwegs gehen die Arbeiten zügig voran. Zwischen der Grenze zu Kirchhellen und der Pannackerstraße wird auf 1,5 Kilometern der Boden abgetragen, neuer Füllboden eingebracht, der mit einem Gewebevlies abgedeckt wird, bevor eine 30 Zentimeter dicke Kalksteinschicht und Asphalt auf den 2,50 Meter breiten Fahrradweg aufgebracht werden.

Während die Firma Eurovia mit dem Bau des Radwegs beschäftigt ist, hat die Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft GmbH (RWW) nahe der Nierleistraße mit dem Verlegen neuer Wasserleitungen begonnen.

Baumbach wird verlegt

Aufwändig ist die Anfang 2020 anstehende Verlegung des Baumbaches. Durch ein Rohr wird er nahe dem Landhaus Nikolay auf die Westseite der L 104 geleitet und dann durch einen offenen Graben weitergeführt. Nach der Bachverlegung kann der Fahrradweg fortgesetzt werden bis zur Bestener Bushaltestelle.

Dort ist eine Querung der L 104 vorgesehen. Ab dort folgt der Radweg nicht mehr der Bestener Straße, sondern der Pannackerstraße, dem Janbrucksfeld und der Bruchstraße in Richtung Gahlener Ortskern.

„Nun muss aber kurzfristig auch auf Kirchhellener Gebiet der Bau beginnen“, fordert Stephan Peuler. Ferdi Butenweg sagt, wenn der Radweg nicht nur von Ortskundigen genutzt werden solle, müsse er von der Münsterstraße bis zum Ortskern Gahlen gebaut werden.“ Er hofft, „dass die Stadt Bottrop ihren Ruf als fahrradfreundliche Stadt auch ernst nimmt.“