Rathaus-Haltestelle soll eine zweite Busspur erhalten

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Die Planung einer zweiten Busspur an der Haltestelle am Rathaus soll weiter vorangetrieben werden. Eva-Maria Zimprich (SPD) hat einen Vorschlag für die Gestaltung des Rathaus-Parkplatzes.

Schermbeck

, 06.05.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf einen Fehler in der Vorlage für die Ratsmitglieder wies zunächst Verwaltungsmitarbeiter Alexander Thomann in der Ratssitzung hin. Anders als beschrieben sollten nicht 48 Stellplätze für Krads, sondern für Fahrräder gebaut werden. Eine zweite Busspur, eine öffentliche Toilette sowie Ausgleichsparkplätze sind weitere Details des Mobilstation-Projekts.

Grundsätzlich sei er für das Ausbaukonzept, sagte Holger Schoel (Grüne). Doch die Unsicherheit der wirtschaftlichen Lage durch das Coronavirus bringe ein großes Fragezeichen in die Planung. „Ich würde ungern in der jetzigen Situation zustimmen“, so Schoel. Ob der VRR die Fördermittel noch bereitstelle, „wird sehr fraglich“. Anders sah das Bürgermeister Mike Rexforth: „Wir gehen nicht davon aus, dass die Förderung versagt würde.“ Wenn die Förderung nicht erfolge, werde man das Projekt der Politik erneut vorlegen.

„Hohes Maß an Verbindlichkeit“

Rainer Gardemann (CDU) sagte: „Wenn wir die Förderung nicht bekommen, haben wir Planungskosten ausgegeben.“ Rexforth entgegnete, dass die schriftlichen Mitteilungen des VRR „ein hohes Maß an Verbindlichkeit“ böten, dass das Projekt gefördert wird.

Geeignete Unterbringungsmöglichkeiten für Fahrräder begrüßte Klaus Roth (BfB). Die Notwendigkeit für eine zweite Busspur sehe seine Fraktion allerdings nicht. „Ob es in Zukunft eine größere Bedeutung des ÖPNV gibt, wage ich zu bezweifeln.“ Thomas Pieniak (BfB) fragte nach, wann es zu dem von der Verwaltung beschriebenen Rückstau der Busse auf die Weseler Straße komme. „Jeden Morgen“, so die Antwort Rexforths: „Etwa zwischen 8 und 8.30 Uhr.“ Gegen die Stimmen Roths und Pieniaks beschloss der Rat, weitere Planungsleistungen auszuschreiben. Einstimmig wurde der barrierefreie Ausbau von Haltestellen im Gemeindegebiet beschlossen.

Stellplätze für Wohnmobile angeregt

Eva-Maria Zimprich (SPD) schlug vor, auf dem Rathaus-Parkplatz, auf dem die durch die zweite Busspur wegfallenden Plätze durch weiteren Ausbau kompensiert werden sollen, „vier bis fünf Plätze als Wohnmobilstellplätze auszuweisen“. Die Nähe zu Hallenbad, Gastronomie, Einkaufsmöglichkeiten und Römerroute könne Wohnmobilisten anlocken. Auf einem „nomal“ markierten Parkplatz dürften Wohnmobile nicht stehen, so Gerd Abelt, Vertreter des Bürgermeisters. „Die passen von der Größe her nicht auf einen Stellplatz. Das ist dann verkehrswidrig.“

Geprüft werden müsse, so Rexforth, ob eine Ausweisung von Wohnmobilstellplätzen nicht förderschädlich sein könne. „Der Fördergeber guckt hin. Wenn wir uns förderschädlich verhalten, dann droht uns das ganze Projekt um die Ohren zu fliegen.“

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