Rathausvorplatz bald kein Parkplatz mehr

Blumenkübel und Bänke

Parkende Autos auf dem Schermbecker Rathausvorplatz sollen bald der Vergangenheit angehören. Statt mit Pollern und Ketten dazwischen, wie es mal von der Verwaltung für rund 8000 Euro aus dem Gemeindesäckel angedacht war, werden gesponserte Blumenkübel und Bänke Fahrzeugen den Weg versperren.

SCHERMBECK

, 27.03.2015, 17:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Parken auf dem Rathausvorplatz soll künftig nicht mehr möglich sein.

Das Parken auf dem Rathausvorplatz soll künftig nicht mehr möglich sein.

Wie berichtet, ist der Rathausvorplatz baulich und in seiner Widmung nicht als Parkplatz vorgesehen. Knöllchen schreiben darf die Gemeinde dort nicht, weil es sich nicht um eine Verkehrsfläche handelt. Durchschnittlich „fünf bis sechs Autos“, so Bürgermeister Mike Rexforth, hätten trotz vieler Appelle zuletzt noch dort geparkt. Rexforths Idee einer Absperrung mit Blumenkübeln griff Winfried Wirtz auf und suchte nach Sponsoren. Nur eine Woche habe das gedauert, so Wirtz, der die Spontaneität der Schermbecker Kaufleute lobt. Die Volksbank wird sieben Bänke stellen, und auch für sieben Blumenkübel hätten sich schnell Sponsoren gefunden. „Es geht ein Ruck durchs Dorf“, freut sich Rexforth.

Ehrenamtliche gesucht

Immer abwechselnd sollen Blumenkübel und Bänke aufgestellt werden. Die Kübel seien „aus Kunststoff, 1,20 Meter Durchmesser, 1,04 Meter hoch, ziemlich vandalismusfest und frostsicher“, so Wirtz. „Die Kübel sind bestellt und in spätestens 14 Tagen da.“ Bei den Bänken könne es noch ein bisschen länger dauern. In der kommenden Woche will Wirtz mit Schermbecker Gartenbaubetrieben Kontakt aufnehmen, um auch die Bepflanzung der Kübel über ein Sponsoring zu sichern. Und wer pflegt Blumenkübel und Pflanzen? Das habe man bereits in die Leistungsbeschreibung des Rathaus-Hausmeisters aufgenommen, sagt Rexforth. Er würde sich aber darüber freuen, wenn sich bei ihm Ehrenamtliche meldeten, die diese Arbeit übernehmen wollen. Winfried Wirtz geht sogar noch einen Schritt weiter und will versuchen, ein Team aus Ehrenamtlichen („es gibt doch genügend Frührentner in Schermbeck“) zusammenstellen. „Ich glaube, das wird von Erfolg gekrönt sein.“ 

 

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