Sand, Cocktails und karibische Musik auf dem Rathausvorplatz

Karibisches Festival

Strandgefühl will eine Dortmunder Eventfirma vom 16. bis 19. Mai auf dem Schermbecker Rathausvorplatz bei „Schermbeck karibisch“ aufkommen lassen. Dafür braucht es 80 Tonnen Sand.

Schermbeck

, 13.02.2019, 14:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sand, Cocktails und karibische Musik auf dem Rathausvorplatz

Strandgefühl soll bei "Schermbeck karibisch" auf dem Rathausvorplatz aufkommen. Vom 29. Mai bis 1. Juni plant die Beach Projekt Veranstaltungs GmbH, eine große Sandfläche mit Beachvolleyballplatz dort aufzuschütten und Liegestühle aufzustellen. © To-Kay Photography

Simon Stemmer ist der Projektleiter bei der Beach Projekt Veranstaltungs GmbH. Diese organisiert seit 2012 karibische Festivals. „Wir kommen aus der Cocktail-Schiene“, erzählt Stemmer und eines Tages habe man überlegt, wohin man einen Betriebsurlaub unternehmen könne. Die Idee, in die Karibik zu fliegen, habe man verworfen, „weil das ganz schön teuer ist“. Doch das gelte ja auch für die meisten Familien und den Mittelstand.

Daraus sei die Idee entstanden, die Karibik nach Deutschland zu holen. Nun auch nach Schermbeck? Viele Eventfirmen würden sich eher um die größeren Städte bemühen, sagt Stemmer, während seine Firma bewusst auch in kleinere Städte gehe. „Schermbeck kenne ich bereits durch einen Bekannten.“

Eine 10 mal 20 Meter große Sandfläche will Stemmer auf dem Rathausvorplatz aufschütten lassen. 70 bis 80 Tonnen Sand werde man dafür brauchen, so die Planung der Veranstalter. Der Sand werde dann 25 bis 30 Zentimeter tief sein, sagt Stemmer.

Öffnungszeiten:
16. Mai (Donnerstag): 16-24 Uhr
17. Mai (Freitag): 16-24 Uhr
18. Mai (Samstag): 12-24 Uhr 19. Mai (Sonntag): 12-18 Uhr

Wichtig sei das auch, sagt Stemmer, für das Beachvolleyballturnier für Hobbymannschaften, das am Samstag geplant ist, damit die Spieler sich bei Sprüngen nicht verletzen. Erfahrung mit solchen Beachvolleyballturnieren hat seine Firma bereits bei fast 60 durchgeführten Turnieren gesammelt. In Schermbeck können 16 Teams mitmachen und sich hier anmelden.

Ansonsten soll der „Strand“ eher zur Entspannung dienen. Jede Menge Liegestühle laden ein, sich in die Sonne zu legen und die Füße im Sand baumeln zu lassen. Absperrungen oder Eintrittspreise sind nicht geplant, dafür 15 echte Palmen und viele Accessoires und Deko, um das Strandgefühl zu erzeugen, sagt Stemmer.

Zwei Bands sorgen für Stimmung.

Dazu werden auch die beiden Bands beitragen, die auf einer Bühne direkt am Strand spielen werden. Am Samstag wird ab 18 Uhr „Latino Total“, eine Salsaband, auftreten. „Das sind Musiker aus Kuba“, so Stemmer. Diese werden unter anderem auch Songs der Gruppe „Buena Vista Social Club“ im Gepäck haben.

Gebürtig aus Brasilien stammen die Musiker der „Furumba Band“, die ebenfalls ab 18 Uhr am Freitag spielen werden. Neben Musik aus ihrer Heimat spielen die Bands auch moderne Sommerhits. „Wir arbeiten seit fünf Jahren mit ihnen zusammen. Die sorgen für Stimmung“, verspricht Stemmer.

Familientag

Ein Tag ist als Familientag geplant. Kinder können dann Sandburgen bauen, sich als Piraten schminken lassen oder durch eine Verkleidungskiste wühlen. Sogar eine Piratenschatzsuche ist geplant.

An der Cocktailbar werden kühle Drinks versprochen. Ausgefallene Kreationen sind dabei ebenso zu haben wie der klassische Caipirinha. Stemmer weist auf die geplante Rum-Probe hin, bei der einige verschiedene Sorten zum Testen bereitgehalten werden. „Ich war nie so der Rum-Trinker“, gesteht Stemmer, aber die Unterschiede seien ihm bei einem Test dann doch auch aufgefallen.

Sand, Cocktails und karibische Musik auf dem Rathausvorplatz

Auch kulinarisch sollen die Gäste mit karibischen Speisen verwöhnt werden. „Es wird aber auch Bratwurst geben", sagt Projektleiter Simon Stemmer. © To-Kay Photography

Kulinarisch wird es ebenfalls exotisch. „Etwa mit Süßkartoffel-Speisen oder auch Churros, das ist eigentlich ein spanischer Nachtisch, der frittiert wird“, sagt Stemmer. „Es wird aber auch Bratwurst geben“, verspricht er, dass auch hiesige Geschmäcker bedient werden. Genauere Angaben kann er noch nicht machen, da die Auswahl der Stände noch nicht abgeschlossen sei.

Bleibt noch die Frage nach dem wichtigsten, was ein karibisches Festival mitbringen muss: passendes Wetter. „Da muss die Sonne scheinen“, sagt Stemmer: „Es müssen nicht unbedingt 31 Grad sein.“ Aber ein verregnetes Wochenende wäre für diese Outdoor-Veranstaltung natürlich ein Problem. Wirtschaftlich sei es eine Mischkalkulation in seiner Firma, die in diesem Jahr 28 solcher Veranstaltungen plant, sagt Stemmer. Und fügt zuversichtlich hinzu: „Es wird schon nicht vier Tage regnen.“

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